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Grübchen

nhd. bis sprichw. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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5 in 5 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Grübchen

Grübchen

Grube f. ‘Vertiefung’, auch in mannigfacher spezieller Verwendung, besonders ‘Bergwerk’ und (durch Luthers Bibelübersetzung verbreitet) ‘Grab’, ahd. gruoba ‘Vertiefung, Abgrund’ (8. Jh.), mhd. gruobe ‘Grube, Grab, Loch, Höhlung’ (spätmhd. ‘Bergwerk’), asächs. grōƀa ‘Grube’, mnd. grōve ‘Grube, Höhle, Schacht, Talsenke, Graben’, anfrk. gruova ‘Fallgrube’, mnl. nl. groeve ‘Grube, Gruft, Furche, Graben’ (davon engl. groove ‘Rinne, Furche, Kehle, Nut’), nl. groef ‘Höhlung, Rinne, Furche, Nut’, anord. grōf ‘Furche, Grube, Bach’, got. grōba ‘Grube, Höhle’. Germ. *grōbō ist ein dehnstufig gebildetes Abstraktum zu dem unter graben (s. d.) dargestellten Verb. Es bezeichnet also ursprünglich eine künstlich angelegte Vertiefung im Erdboden, etwa zum Tierfang oder zur Verteidigung; daher auch das schon im Mittelalter bekannte, an mehrere Bibelstellen anknüpfende Sprichwort wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein. Seit dem Mhd. finden sich Übertragungen auf nach innen gewölbte Stellen am menschlichen und tierischen Körper, z. B. ‘Augen-, Achselhöhle’, vgl. ferner die Komposita Herzgrube (18. Jh., vorher Herzgrüblein, 16. Jh.), Magengrube (18. Jh.). Vor allem entwickelt sich prägnanter Gebrauch des Deminutivums Grübchen n. ‘kleine Vertiefung in der Außenfläche des menschlichen Körpers, namentlich in Wange und Kinn’ (17. Jh.), älter Grüblein, mhd. grüebelīn; zur Form vgl. schon ahd. gruobilī(n) ‘kleine Höhlung’ (Hs. 12. Jh.).
1442 Zeichen · 42 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    grübchenn.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    grübchen , n. , demin. zu grube. 1 1) zumeist specifisch ' vertiefung in der auszenfläche des menschlichen körpers ' ( v…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Grübchen

    Goethe-Wörterbuch

    Grübchen a kleine Grube; im vergleichenden Zshg 1) [ betr Vorgehen bei der Rezeption oriental Kultur ] jeder nach seiner…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Grübchen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Grübchen ( Wangen -, Backengrübchen ), s. Backe .

  4. Sprichwörter
    Grübchen

    Wander (Sprichwörter)

    Grübchen 1. Grübchen im Kinn hat Schelmken im Sinn. – Simrock, 4066; Körte, 2429; Lohrengel, I, 343. 2. Grübchen in den …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gruebchen

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von gruebchen

gruebeln + -chen

gruebchen leitet sich vom Lemma gruebeln ab mit Suffix -chen, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Keine Komposita gefunden — gruebchen kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.