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groppen

mhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
11 in 5 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
7
Verweise raus
5

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

groppen m.

Bd. 9, Sp. 445
groppen, m., metallener, und zwar gewöhnlich eiserner topf, kessel, tiegel, eine wesentlich nd. bezeichnung (mnl. grope, mnd. grope) heute gewöhnlich grapen: kessel, grapen, schüsseln, teller Voss 90, 65 Sauer; vgl. schon grape lebes Diefenbach nov. gl. 230b; cucuma ein eysern grape nomencl. (Hamburg 1634) 390; der ausdruck greift aber zumindest im hess. auch aufs md. über, s. Vilmar 138; Crecelius 1, 437; in älteren glossaren sehr häufig: cabus crop, gropp Diefenbach 86a; lebes groppe 321c; cocula eyn erne grope nov. gl. 98b; olla pot, top, saxonice grope 271a; palas (i. e. patellas) deghele, potte, gropen 276a; suffusorium 354b (durchweg nd. quellen); lebes, aeneus tripus, ein gropp Alberus dict. 95b; bei Calepinus kaum bodenwüchsig: ein grab, ὑδρία, genus vasis, quo aqua manibus datur, sept. ling. (1731) 1, 79a; seit dem spätmhd. nachweisbar: coppir, gropen zu gyssen Marienb. treslerbuch 140 Joachim; Jerusalem were ein gropen, daran das fett ... so tieff angebrand were Luther 50, 666 W.; in seiner hausrechnung schreibt er groppen zs. für hist. theol. 1846, 412; sprichwörtlich: zubricht der mann gropen, so zubricht das weib kriege [] Henisch 1750; fem.: eyne gropen (acc.), da man eyn hun inne sieden kan dtsche stadtrechte d. ma. 173 Gengler (quelle v. 1473); demin. groppelîn Berth. v. Holle Demantin 7284; gelegentlich auch mit anlautendem k, s. th. 5, 2405; etymologie unsicher; zu ahd. griubo röstpfanne? vgl. Fick4 3, 146. dazu gropp(n)er, töpfer: figulus groper, gropper Diefenbach 234b; ceramius eyn groper nov. gl. 85b; lutifigulus grOeper 173b, groppener gloss. 340c; groppenbraten Gutzeit 288b s. v. fleischgeld;
1684 Zeichen · 46 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    groppensw. V.

    Köbler Mhd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    groppen , sw. V. nhd. plötzlich steigen, fallen Q.: Vintl (1411) E.: s. koppen? W.: nhd. DW- L.: LexerN 3, 220 (groppen)…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    groppenm.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +2 Parallelbelege

    groppen , m. , metallener, und zwar gewöhnlich eiserner topf, kessel, tiegel, eine wesentlich nd. bezeichnung ( mnl. gro…

  3. modern
    Dialekt
    Groppenm.

    Pfälzisches Wb. · +5 Parallelbelege

     Groppen m. : ' eiserner Kochtopf ', Groppe (grobə) [ Buch-Illisch ]. a. 1723: Vor die Lungensucht des Rünthviechs : N…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit groppen

23 Bildungen · 19 Erstglied · 4 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von groppen 2 Komponenten

grop+pen

groppen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

groppen‑ als Erstglied (19 von 19)

Groppenbein

SHW

Groppen-bein Band 2, Spalte 1475-1476

Groppenloch

SHW

Groppen-loch Band 2, Spalte 1475-1476

groppenvoll

SHW

groppen-voll Band 2, Spalte 1475-1476

groppeneisen

DWB

groppe·neisen

groppeneisen , instrument z. fang der groppen Brehm thierleben 8, 129 Pechuel-Lösche. —

groppener

Lexer

gropp·ener

groppener stm. der groppen macht, hafner Mone 7. 300,237. vgl. den eigennamen Gropper in der Zimr. chr. 4. 60,19.

Groppenfuss

RhWB

groppen·fuss

Groppen-fuss Goar-Weiler m.: 1. Fuss des Kochtopfes. — 2. übertr. bedauernswerter Mensch.

groppengieszer

DWB

-gieszer : lebifusor gropengheter Diefenbach nov. gl. 230 b ; groppengisser Marienb. treslerbuch 378 Joachim; auch in allgemeinerem sinne: e…

Groppenkopf

ElsWB

groppen·kopf

Groppe n kopf m. Kaulquappe; Schimpfname = Dickkopf Su. — Idiotikon Schweiz. 3, 412.

groppen als Zweitglied (4 von 4)

Kuhgroppen

RhWB

kuh·groppen

Kuh-groppen -krǫp MülhRh-BGladb m.: -kessel, zum Kochen des Viehfutters.

Saugroppen

RhWB

saug·roppen

Sau-groppen zę·i.- Goar m.: Kessel, in dem das Schweinefutter gekocht wird.

Teergroppen

RhWB

teer·groppen

Teer-groppen Kobl m.: eisernes Gefäss, in dem die Schiffer den Teer heiss machen.