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gregor

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Herder
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Eintrag · Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

Gregor

Bd. 3, Sp. 131
Gregor, Name von 16 Päpsten, unter denen G. I. u. G. VII. (s. d.) welthistor. Ruhm errangen. — G. II., ein 669 geb. Römer, regierte 715—31 voll Energie und Geisteskraft. Sandte den Bonifacius (s. d.) als Missionär nach Deutschland, bestätigte 726 die Bilderverehrung und that den griech. Kaiser in Bann, verfuhr mit großer Staatsklugheit gegen die Langobarden. — G. III., ein Syrer, folgte dem Vorigen 731 und führte ganz in seinem Geiste den Bilderstreit u. die Vertheidigung gegen die langobardischen Herrscher bis 741 fort. — G. IV., ein Römer, 827—43, suchte vergeblich den Streit zwischen Ludwig d. F. u. dessen Söhnen zu vermitteln u. erndtete mehr Ruhm, indem er die Errichtung des Erzstuhles Hamburg bestätigte u. den hl. Ansgar zum Legaten des Nordens und Erzbischof machte. — G. V., früher Bruno, ein Deutscher, wurde durch den Einfluß seines Vetters, des Kaisers Otto III., 996 Papst und st. 999 im 27. Lebensjahre. Crescentius und der Gegenpapst Johann XVI. verbitterten sein Pontificat. — G. VI. nannte sich ein Gegenpapst Benedicts VIII., der 1012—18 von Kaiser Heinrich III. gehalten u. aufgegeben wurde. Gezählt wird jedoch als G. VI. der fromme Erzpriester Johannes Gratian, welcher dem lasterhaften Benedict IX. entgegengestellt, von seinem Schüler Hildebrand und von Damiani gehalten wurde (1044—16). Es ist trotz eines Selbstgeständnisses zweifelhaft, ob G. VI. durch Simonie Papst wurde, gewiß aber, daß 1046 eine Synode von Sutri ihn absetzte u. der Kaiser Heinrich ihn gefangen nach Deutschland führte, wo er 2 Jahre später gest. sein soll. — G. VIII., nannte sich der Erzbischof Mauritius von Braga, welcher von der kaiserl. Partei 1118 gewählt, von Calixt II. aber 1121 überflügelt, von den Römern vielfach mißhandelt wurde u. nach langer Einkerkerung in einem Kloster st. Der rechtmäßige G. VIII., früher Anton de Mora aus Benevent, regierte 1187 nur 2 Monate, während denen er mit Feuereifer für einen neuen Kreuzzug gewirkt hatte. — G. IX., früher Cardinal Hugolino, wurde fast 90jährig 1227 geweiht, nachdem Konrad von Fürstenberg (s. d.) verzichtet hatte. Neffe u. würdiger Nachfolger Innocenz III., bannte er sogleich u. 1228 abermals den wortbrüchigen Kaiser Friedrich II., bis derselbe von seinem polit. Ausflug nach Palästina zurückkehrte, worauf 1230 der Friede von San Germano geschlossen ward. G. nützte 1235 dem Kaiser, indem er sich gegen den Aufstand des Königs Heinrich erhob, aber die Tyrannei Friedrichs II. zwang ihn zum Bund mit den Städten gegen den Kaiser, gegen welchen er 1239 abermals Bann und Absetzung aussprach. Der Kaiser und Enzio hintertrieben ein Concil und von Feinden umschlossen st. G. IX. 1241, nachdem er auch die Wiedervereinigung der griech. und röm. Kirche angestrebt. — G. X., ein Theobald Visconti, reg. 1271—76, hielt zu Lyon ein allgem. Concil, um einen Kreuzzug u. Einigung der Griechen u. Lateiner zu Stande zu bringen, trug zur Beendigung des Interregnums das seinige bei und ordnete mit vieler Mühe die Papstwahl. — G. XI., früher Peter Beaufort aus der Diöcese Limoges, u. Neffe Clemens VI., regierte 1370—77 zu Avignon, verlegte alsdann den Sitz des Papstthums wieder nach Rom, warnte vor Wiklefs Lehren und st. 1278, erst 47jährig. — G. XII., früher Cardinal Angelo Corrario, wurde 1406 von der röm. Partei erwählt und blieb in Rom, während Benedict XIII. zu Avignon lebte. Das Concil von Pisa setzte beide Päpste ab, doch erst auf dem Konstanzerconcil vertauschte G. XII. seine Würde mit der eines Cardinalbischofes von Porto und st. 1417. — G. XIII., früher Hugo Buoncompagno, 1572 durch Granvellas Einfluß einmüthig erwählt, ein großer Förderer der Wissenschaft, Gründer vieler Collegien, auch des Collegium germanicum. Seine angebl. Feier der Pariser Bluthochzeit ist eine längst widerlegte Verläumdung, indem zu Rom die Unterdrückung einer Verschwörung u. Rettung des franz. Königs gefeiert wurde. An G. XIII. mahnt würdiger der Gregorianische Kalender (s. d.), sein Streben für einen Türkenkrieg und Einigung mit den Griechen. G. XIII. st. 1585 u. hinterließ den Kirchenstaat ziemlich zerrüttet. — G. XI V., Cardinal Nicol. Sfondrato, laut Ranke „eine jungfräulich unschuldige Seele”, reg. 1590 bis 91. — G. XV., vorher Cardinal Alexander Ludovisio aus Bologna, reg. 1621—23, unterstützt von einem thatkräftigen Neffen. Er errichtete die Congregatio de propaganda fide, canonisirte den Ignaz von Loyola, Franciscus Xaverius u.a.m., unterstützte den Kaiser mit Geld, den Max v. Bayern auf diplomat. Wege, ließ durch Leo Allatius die Heidelberger Bibliothek nach Rom schaffen. Die Papstwahl in heutiger Weise ist von ihm.
4605 Zeichen · 137 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gregor

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Gregor , Name von 16 Päpsten, unter denen G. I. u. G. VII. (s. d.) welthistor. Ruhm errangen. — G. II., ein 669 geb. Röm…

  2. modern
    Dialekt
    Gregor

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Gregor [seltene Kurzf. grek Bitb-Cruchten ; je·i. Heinsb-Haaren ; jrē:t MGladb-Rheind ] m.: 1. der hl. Gr. u. sein Kalen…

  3. Sprichwörter
    Gregor

    Wander (Sprichwörter)

    Gregor 1. An Gregori muss der Bauer mit der Saat ins Feld. – Bair. Hauskalender. 2. Geht um Gregori der Wind, so geht er…

  4. Spezial
    Gregor

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Gre|gor nom. propr. m. Gregöre .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gregor

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Zerlegung von gregor 2 Komponenten

gre+gor

gregor setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gregor‑ als Erstglied (30 von 45)

Gregŏras

Meyers

gre·goras

Gregŏras ( Nikephoros ), byzantin. Gelehrter, geb. 1295, gest. um 1360, lebte seit 1322 am Hofe des Kaisers Andronikos II. und lehrte nach d…

Gregor der Erleuchter

Meyers

Gregor der Erleuchter ( Lusaworitsch, Phoster, Illuminator ), Heiliger, Begründer des Christentums in Armenien. Während der persischen Okkup…

Gregor der Thaumaturge

Herder

Gregor der Thaumaturge , d.h. der Wunderthäter, eigentl. Theodor, wurde geb. zu Neucäsarea in Pontus, 14jährig zum Waisen, Schüler des Orige…

Gregor der Wundertäter

Meyers

Gregor der Wundertäter ( Thaumaturgos ), Heiliger, um 210 zu Neucäsarea in Pontus als Heide (eigentlicher Name Theodoros ) geboren, trat nac…

Gregor de St. Vincent

Herder

Gregor de St. Vincent , berühmter Mathematiker, geb. 1584 zu Brügge, wurde Jesuit u. Prof. der Mathematik, st. 1667 zu Gent. Sein „ Opus geo…

Gregori(us) N.

Idiotikon

Gregori(us) N. Band 2, Spalte 723 Gregori(us) N. 2,723

gregorian

LDWB1

gregorian [gre·go·riạŋ] adj. (-s, -a) gregorianisch ◆ calënder gregorian gregorianischer Kalender; cianté gregorian/ciant gregorian gregoria…

Gregoriani

LmL

gregori·ani

Gregoriani -orum m. ‚Gregorianer‘ (Vertreter des römischen liturgischen Gesangs) — ‘Gregorians’ (exponents of Roman liturgical chant) [s.XV]…

gregorianica

LDWB1

gregorianica [gre·go·riā·ni·ca] f. Gregorianik f.

Gregorianik

LDWB2

Gre|go|ri|a|nik f. (-) gregorianica f.

Gregorianisch

GWB

gregorian·isch

Gregorianisch A ‘G-er Gesang’: nach Papst Gregor I (540—604) benannter liturgischer Gesang Tgb 24.8.12 B Adj zu James Gregory (1638—1675), K…

Gregorianus

LmL

gregori·anus

Gregorianus -a , -um ‚gregorianisch‘ (auf den traditionell Gregor dem Großen zugeschriebenen einstimmigen liturgischen Gesang bezogen) — ‘Gr…

Gregoribīseⁿ

Idiotikon

Gregoribīseⁿ Band 4, Spalte 1684 Gregoribīseⁿ 4,1684

Gregorĭental

Meyers

gregori·en·tal

Gregorĭental ( Münstertal ) heißt das Tal der Fecht im Oberelsaß mit dem Hauptort Münster (s. d.).

Gregorĭos V

Meyers

Gregorĭos V . (eigentlich Georg Angelopulos ), ökumenischer Patriarch der griechischen Kirche des Orients, geb. 1739 zu Dimizzana in Arkadie…

Gregorisch

GWB

gregor·isch

Gregorisch wie ‘Gregorianisch’ B GWB N5 2 ,286,11 Ausz aus Birch Robert Charlier R.C.

Gregoritag

PfWB

gregori·tag

Gregori-tag m. : ' Tag des hl. Gregor (12. März) ', Gregoridaach [ LA-Herxh ]; an ihm erhielten früher (vor 1900) die Schulkinder einen Weck…

gregorius

DWB

gregor·ius

gregorius . 1 1) der gregori ist nach Schmeller 1, 992 ursprünglich das schulkinderfest, das am tage Gregors d. gr. (12. märz ) zur feier de…

gregoriussingen

DWB

gregorius·singen

-singen singen der chorschüler auf den straszen am Gregorstage Adelung 2, 793 ; Heinsius 2, 526 a ; Schöpf 211 ; dasz ... bei dem Gregoriuss…