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grashüpfer

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

grashüpfer m.

Bd. 8, Sp. 1975
grashüpfer, m. 11) vornehmlich zur bezeichnung der zur familie der heuschrecken gehörenden gattung gomphocerus; vgl. Brehm tierl. 9, 587 ff. P.-L. zufrühest im ags.: locusta gres hoppae (8. jh.) (3. Mos. 11, 22) ahd. gl. 4, 460, 29 St.-S.; vgl. Murray new engl. dict. 4, 2 (1901) 366c s. v. grasshop mit belegen seit dem 9. jh.; engl. grasshopper (seit dem 15. jh.) ebda; im dt. erst seit dem 16. jh. literarisch bezeugt; vorwiegend in nd. maa., aber auch im md. und schwäb. verbreitet in vielfach variierender lautform und z. t. mit fugenvokal: grashüppers grüne heuschrecken Richey id. Hamb. (1755) 79; grashüpper Doornkaat-Koolman ostfries. 1, 675b; Schambach Göttingen 67b; Mi Mecklenburg 28b; Dähnert plattdt. wb. (1781) 160a; grashüpfer, -höpper Frischbier pr. wb. 1, 250b; grashüpp'r Kück Lüneburg 1, 606; grashopper, -hüpper, -happer Mensing schlesw.-holst. 2, 470; grashupper brem.-nds. wb. 2, 537; Böning Oldenburg 40; gershoppər Schmidt-Petersen nordfries. 50a; grasehüpper Block Eilsdorf 65; graosehüpper Danneil altmärk. ma. 69b; grâsehipper Damköhler Nordharz 64a. im md. gras-hupfer Frisch t.-lat. (1741) 387c; grashipper Askenasy Frankfurt 174; grashibər, -høper u. ä. rhein. wb. 2, 1359; grashopfer Sartorius Würzburg 49. im schwäb. grashupfer, -höpfer Fischer schwäb. 3, 799; 6, 2064. — mundartliche bezeichnungen mit abweichender bildung des grundworts sind u. a. grashopser Frischbier pr. wb. 1, 250b; grasehipler Kieszling Oberlausitz 40; grOeshipplich Knothe Markersdorf 46; ferner grashüppel (Hamburg 1523) Lasch-Borchling mnd. handwb. 1, 2, 150. 1@aa) in eigentlicher anwendung: und dann ben sie (die jungen füchse) sich mit springen, nach die graszhpper, oder allerhand grossen fliegen gewrmen Täntzer Dianen jagtgeheimnis (1682) 1, 108; Fleming d. vollk. teutsche jäger (1719) 381b; mir war ganz wunderlich zu muthe geworden. grashupfer tanzten um mich her, ameisen krabbelten heran, bunte käfer hingen an den zweigen Göthe I 25, 44 W.; ihr geschrille schrillt die grille, und im gras grashüpfer hüpft Rückert ges. poet. w. (1867) 6, 117; der sommer lag heisz auf dem lande ... die grillen zirpten ..., die grashüpfer sprangen auf den blühenden natternkopf und kletterten über die blauen lichte der wegwarte W. Pleyer d. br. Tommahans (1937) 324. 1@bb) von a her vergleichend oder bildlich auf menschen, seltener auf andere gegebenheiten bezogen. bei dieser spöttischen anwendung wird an die grüne färbung, die langen beine oder das hüpfen und springen des insekts gedacht. im vergleich: (lasz den mond) sich theilen, eine helfte nach morgen, die andre nach niedergang fliegen, in der luft herum hüpfen, wie leichte grashüpfer springen Bodmer d. Noah (1752) 155; dies modell ... nimmt sich unendlich grandioser hier aus, als der ungeschickte auf dem weiten felde placirte löwe von eisen, der dort einem grashüpfer gleicht Pückler-Muskau Semilasso in Europa (1835) 2, 164; der kleine schneider wollte im fliegenden, hellgrünen schlafrock wie ein erboster grashüpfer gegen den redner anspringen W. Raabe s. w. I 5, 266 Klemm. bildlich: ich habe mir zwar den kerl da im bunten seidnen rok nicht so nipp angesehn ... Sophie: die würde es wol wissen, denn sie machte grosse augen als der grashüpfer so geschwind entwischte Hermes Sophiens reise (1769) 5, 379; hier kehrte sich der rath, der kurzweilige, gegen uns einfache saal- und grashüpfer in tanzschuhen (tänzer auf einem silvesterball) Jean Paul w. 36, 17 Hempel; wo steckst du, Genaro? ... — hier bin ich ja, ganz in deiner nähe. soll ich mich dir fühlbar machen? soll ich dir grashüpfer (einem langen, mageren menschen) eines deiner marklosen, binsenröhrigen beine ausreiszen Gaudy s. w. (1844) 17, 60; obschon er (der aufsatz) nicht eine polemische wendung enthält, müssen die thatsachen diesen grashüpfern (gewissen historikern) doch dermaszen hinter die ohren schlagen, dasz sie gar nicht wissen, wie ihnen geschehen ist (1874) R. Franz an Senfft. v. Pilsach in: briefw. (1907) 188. in der soldatensprache als spitzname für den jäger neben ähnlichen bezeichnungen wie laubfrosch, grünspecht, grünschnabel, vgl. Horn soldatenspr. (1899) 32; Imme soldatenspr. (1917) 26. 22) vereinzelt von dem buschrohrsänger, sylvia locustella Lath. Naumann vögel (1822) 2, 701; vgl. wfries. gershipper 'sprinkhaanrietzanger' frysk wurdboek 1 (1956) 139. —
4393 Zeichen · 118 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Grashüpfer

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Grashüpfer , des -s, plur. ut nom. sing. im gemeinen Leben, eine Benennung der Heuschrecken, besonders der kleinen A…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Grashüpfer

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Grashüpfer , soviel wie Heuschrecken.

  3. modern
    Dialekt
    Grashüpferm.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Gras-hupfer , Gras-hüpfer m. : = Heuschrecke , -hupfeʳ [ GH-Neubg ], -hippeʳ [ LA-Nußd ]; vgl. Grashuppser , Heuhupfer .…

  4. Spezial
    Grashüpfer

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Gras|hüp|fer (Gomphocerinae) m. (-s,-) ‹entom› saioch (-oc) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit grashuepfer

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Zerlegung von grashuepfer 2 Komponenten

gras+huepfer

grashuepfer setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

grashuepfer‑ als Erstglied (1 von 1)

grashüpferkostüm

DWB

grashuepfer·kostuem

grashüpferkostüm , n. : ( einige korpsstudenten zu Bismarck, der in einem grünen frack auf dem marktplatz steht: ) wir haben uns gefragt, wa…