Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
gramselig adj.
gramselig , adj. zur bildung vgl. Wilmanns gr. 2 , § 352, Henzen wortbildung 201 ; 213 sowie s. v. selig, teil 10, 1, 527. kaum von erst jünger und sehr selten bezeugtem gramsal ( s. d. ) abgeleitet, eher in analogie zu feindselig. 1) älter soviel wie ' zornmütig, haszvoll, feindselig ': die cholera macht den menschen gramselig J. Dryander practicirbüchl. (1537) 21 ; demüthige, züchtige, und bewähre es durch trübsal, damit es ( das herz ) die gramselige unart und widerspenstigkeit ablegen möge G. Wagner ter tria (1698) 130 ; der neyd und gramselige hasz ist eine solche vntugend, dardurch sich …