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graeue

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gräue f.

Bd. 8, Sp. 2112
gräue, f., graue, femininabstraktum zu grau, adj. ahd. grâwî in glossen seit dem 10. jh.: d. pl. zi grauvinun ad canos ahd. gl. 1, 567, 1ff. St.-S.; 613, 24ff.; mit grauuinin canis ebda 4, 333, 3; canicies grawi ebda 3, 75, 57; canities grawin 179, 63. mhd. græwe, älternhd. gräwe, grewi, grewe, gräuwe, greuwe, ohne umlaut grawe, growe, s. Diefenbach gl. 95b; 639a s. v. canities; nov. gl. 71b; 198a; Frisius dict. (1556) 183a; umlautlos auch vereinzelt jünger noch (s. u. Herder). die alte form mit -n in grawin (1468) Diefenbach nov. gl. 71b s. v. canities; die gräwin (akk. sg.) Herold-Forer Gesners tierb. (1563) 44b. in jüngerer sprache unhäufigen gebrauchs. als bezeichnung für graue farbe und den zustand oder die eigenschaft des grau seins. vornehmlich auf die haarfarbe alter menschen bezogen: ventosen oben an das haupt gesetzt, vertreiben die zuofell der sinnen, ... etlich sagen das sie wenden die grAewe des hars Dryander d. ganzen arzenei gem. inhalt (1542) 57a; gleich ist die gräue des haars, und gleich der troz in dem antlitz (bei dem in einen wolf verwandelten Lycaon) Voss Ovid (1798) 1, 21; vgl. ders., Aristophanes (1821) 1, 131. in absolutem gebrauch, soviel wie 'graue haare': sîn grâuui uuas uuinterlichen [] snêuuen gelîh (ipsius autem canities pruinosis niuibus candicabat) Notker 1, 746, 22 P.; vgl. 532, 19; alsô zeiget uns diu græwe di bluomen des tôdes und siehtuom und huosten (13. jh.) altdt. pred. 113, 16 Jeitteles; dann die grawe hat seine vrsach von dem gebrechen der natrlichen wAerme, aber die greyse kompt von fressigkeit vnd fllung problemata Aristotelis (1568) B 2a. in ahd. glossen geradezu für 'alter': zigrauuinun u. ä. (usque) ad canos (10. jh.) ahd. gl. 1, 613, 24 ff.; 567, 1 ff. vgl. noch: vnd nit fur sein grawe (canities) gefridsamclich zuo der helle (varr. seit 1475: sein alter) erste dt. bibel 5, 242 lit. ver. (3.n. 2, 6). in anderen beziehungen mehr gelegentlich: einer trûog uuîzez unde ebenfareuuez tero grâuui des feimes unde des meresalzes (nam unus albidi salis instar candidum atque perspumarum canitiem concolorum) Notker 1, 756, 15 P.; der glanz durch gräwe von der pläwe ist entrant; ich hör voglin döne vil. tag, wer hat nach dir gesant? Oswald v. Wolkenstein 8, 21 Schatz; alles vorher ein grau oder schwarz! ... wie sich die graue ... weitet (bei schaffung des lichts) Herder 6, 260 S. als abstrakte farbqualität: die schwärze hat sich in eine gräue verwandelt Göthe IV 32, 164 W. in der zu grau A 8 b gehörenden speziellen bedeutung 'schimmel' nur in lexikalischer tradition: gräwe, schimlige Frisius dict. (1556) 1217a s. v. situs; vgl. 694a; 843a; Stieler stammb. (1691) 696.
2703 Zeichen · 85 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    GräueDie

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    ○ Die Gräue , o. Mz . 1) Die graue Farbe, die Beschaffenheit, Eigenschaft einer Sache, da sie grau ist. Gleich ist die G…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gräue

    Goethe-Wörterbuch

    Gräue in Beschreibung von Schimmelbildung beim schwarzen Trüffelpilz GWB B32,164,12 Nees 4.2.20 Dorothea Kühme D.K.

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graeue‑ als Erstglied (30 von 40)

Gräuelarsch

RhWB

graeuel·arsch

Gräuel-arsch graul-, –ǫu-, –ę·i.- Rhfrk, Mosfrk m.: 1. a. furchtsamer Mensch Allg. — b. Pferd, das gern scheut Ottw . — 2. Schreckgespenst M…

Gräueler

RhWB

graeue·ler

Gräueler jrȳ:lər Sg. u. Pl. Kref-Linn m.: der Wühler bei der Arbeit; Zusammenscharrer.

gräuelerig

RhWB

graeue·lerig

gräuelerig -ǫuləriχ, –ǫ·u.- Saar; -ǫ·u.ərtsiχ Merz-Mond Adj.: furchtsam.

Gräuelert

RhWB

graeuel·ert

Gräuelert -lərt, Pl. -tə(n), –də(n) m.: 1. -ǫ·u.lərt, –ę·i.- Furchtsamer Trier , Wittl . — 2. -ȳ:l- griesgrämiger Mensch Neuss-Stdt .

Gräueles

RhWB

graeue·les

Gräueles RhWBN -əs, Pl. -əsə(n) m.: 1. a. -ę·i.l- ängstlicher Mensch May-Naunh . — b. -:l- Schreckgespenst Trier-Bierf . — 2. -ȳ:l-. a. Sch…

Gräuelgänse

RhWB

Gräuel-gänse -ȳ·ə.lja·n.zə Monsch Pl.: Kraniche.

Gräuelgestalt

Campe

graeuel·gestalt

◬ Die Gräuelgestalt , Mz. die — en , eine gräuliche, abscheuliche, Grauen und Schauder erweckende Gestalt. — Ein Schild unendliches Umfangs,…

Gräueli

RhWB

grau·eli

Gräueli RhWBN -ǫulī Merz-Saarhölzb Brotd , Trier Sg. t. m.: 1. furchtsamer, feiger Mensch; verächtl. Kerl . — 2. einer mit einem Aussehen u.…

gräuelig

RhWB

gräuelig RhWBN Adj.: 1. -ai-, –ęi-, –ę·i.-, auch im -ǫu- Geb. (doch -ǫu- Birkf , Simm , Merz-Becking ) Rhfrk, Mosfrk; -uəl- Rees-Stdt Emmer…

Gräueljahr

Campe

graeuel·jahr

◬ Das Gräueljahr , des — es, Mz. die — e , ein gräuelvolles Jahr, eine Zeit, in welcher viele Gräuel verübt werden. »Es geschah durch die Sü…

Gräuelkatze

RhWB

graeuel·katze

Gräuel-katze PfWB -kats f.: 1. a. Schreckgespenst Kreuzn , Meis , Wend , Bernk-Langw . — b. -kātsən Weiden Bernk-Langw . — 2. furchtsamer Me…

Gräuelmächer

RhWB

Gräuel-mächer -ǫ·u.ələmēχər Zell-Raversbeuren m.: furchtsamer Mensch.

Gräuelmann

RhWB

graeuel·mann

Gräuel-mann PfWB -ǫuəl- Wend ; -ǫulə- Kreuzn-Oberhsn , Birkf-Idar , Simm-Schlierschd m.: einer, der gern andere bang macht, Schreckgespenst.

Gräuelmaukes

RhWB

Gräuel-maukes Kreuzn ; grau- Kreuzn-Kallenfels m.: Schreckgespenst.

Gräuelsack

RhWB

graeuel·sack

Gräuel-sack m.: 1. -ǫuəl- dass. Rhfrk, Mosfrk. — 2. -ȳ:l- einer, der übertrieben arbeitet MGladb-Neuwerk .