Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
gottesehe f.
gottesehe , f. , mhd. gotesê, göttliches recht und gesetz. gegenüber ahd. gotes êwa ( s. v. gott, sp. 1073) bezeichnet das kompositum das göttliche gesetz mehr in einzelnen, speziellen anwendungen, besonders sofern es vom geistlichen gehandhabt wird; vgl. Haltaus gloss. 738. 1 ) feste terminologische wendungen umschreiben unter verschiedenen aspekten das interdikt; nur bair.-österr. belegbar: wolten dyselben des wider seyn, so soll man sy darzu nötten mit der gotzre(!), und sullen darzu aus der bruderschafft gestossen sein (1255) monumenta Boica 4, 170; daz er ( der papst ) in danne ruorte mit…