lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

gong

ae. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
9 in 9 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
Verweise rein
2
Verweise raus
4

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gong m.

Bd. 8, Sp. 886
gong, m., ein metallbecken als tonwerkzeug. gelegentlich auch n., vgl. Petri hdb. d. fremdw. (1897) 375 und unten H. W. Seidel. pl. gongs, in älterer sprache daneben auch gongong, gonggong Walther musik. lex. (1732) 286. wort und sache sind malaiischer herkunft (gōng, gūng, gong, gung, auch agōng, egong usw., s. Scott journal of the american oriental society 18, 49 ff.); sie gelangen über das engl., für das gongo, gong seit 1590 belegt ist (vgl. Skeat etym. dict. [1910] 245a s. v. gong), nach Europa; in dt. reisebeschreibungen zuerst in der engl. nebenform gom (für 1694 bei Murray 4 [1901] 284b bezeugt): neben etzlichen instrumenten, als pfeiffen, gommen, becken, trommeln, glöcklein und noch andres seitenspiel, das bey uns gantz unbekant ist Chr. Arnold wahrhaftige beschreibungen (1672) 462; diesen (den elefanten im festzug des königs von Siam) folgen viel musicanten mit gommen und pauken Happel relationes curiosae (1685) 2, 649a; in der erneut am englischen orientierten form gong im 18. jh. lexikalisch belegt als von den 'Indianern' verwendetes schlaginstrument, s. o. Walther a. a. o.; Noel Chomel öcon. lex. (1750) 4, 1255; ebenso seit dem 19. jh. in reisebeschreibungen und ähnlicher literatur: einige buntgekleidete tänzer, die auf dem vorderdeck am steven zum klange des gongs und einiger trommeln ihren klewang schwingen und ihren oberkörper hin und herwiegen A. Jacobsen reise i. d. inselwelt d. Banda-meeres (1896) 172; hatten nicht die gongs der tempel und selbst der grosze kriegsgong, der tief in die erde gegraben ist, Kiri und sein schwert vor wochen gerufen? M. Dauthendey d. acht gesichter am Biwasee (1937) 48. seit dem späten 19. jh. ist der gong in Deutschland gebräuchlich als tonwerkzeug, mit dem der beginn oder auch das ende einer veranstaltung angezeigt wird, besonders der beginn einer mahlzeit: als das gong angeschlagen wurde, begab er sich mit den andern in den weiten speisesaal H. W. Seidel Krüsemann (1935) 191; vgl. auch Kluge-Götze etym. wb. 15274b (dort ein Bismarck-beleg mit falscher stellenangabe). bei boxkämpfen zur kennzeichnung von rundenanfang und -schlusz: rascher schlagwechsel; Trumbull wird an die seile gedrängt — der gong ertönt! schlusz der ersten runde W. K. v. Nohara Theo boxt sich durch (1949) 93. metonymisch für gongschlag: eine stunde vor dem ersten gong waren bereits 20000 zuschauer (des boxkampfes) anwesend boxsport v. 21. 7. 1952, 3a. ferner zur kennzeichnung des beginns von vorführungen auf dem theater, im rundfunk u. a. gong als musikinstrument bei Sachs hdb. d. musikinstrumentenkde 32; gebräuchlich auch als toninstrument im schlagwerk einer uhr.
2662 Zeichen · 65 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    gongst. M. (a)

    Köbler Ae. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    gong , st. M. (a) Vw.: s. gang

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gongm.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    gong , m. , ein metallbecken als tonwerkzeug. gelegentlich auch n., vgl. Petri hdb. d. fremdw. (1897) 375 und unten H. W…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gong

    Goethe-Wörterbuch

    Gong [ eigenh Notiz ] G., Instrument statt der Glocke 53,418,15 Aus Werk üb China Rüdiger Welter R.W.

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gong

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Gong ( Gong-Gong, Tschung, Lu ), chines. Schlaginstrument, soviel wie Tamtam (s. d.).

  5. modern
    Dialekt
    Gong

    Rheinisches Wb.

    Gong = Gaumen s. Gunge;

  6. Spezial
    gong

    Ladinisch-Deutsch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    gong [gǫng] m. (-s) ‹mus› Gong m. ▬ soné le gong den Gong schlagen.

Verweisungsnetz

13 Knoten, 5 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Kognat 2 Kompositum 2 Sackgasse 9

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gong

35 Bildungen · 13 Erstglied · 22 Zweitglied · 0 Ableitungen

gong‑ als Erstglied (13 von 13)

gongan

KöblerAe

gon·gan

gongan , st. V. (7), red. V. (2) Vw.: s. gangan

gongen

DWB

gon·gen

gongen , vb. , dumpf und hohl tönen wie ein angeschlagener gong, s. d.: dumpfe schreie gongten in einer abgestorbenen sommerluft Schnack gol…

gonggong

DWB

gong·gong

gonggong , m. , soviel wie gong, s. d. ebenso wie dieses malaiischer herkunft und über das engl. ins deutsche gelangt, vgl. s. v. gonggon Mu…

Gongora y Argote

Herder

Gongora y Argote , Luis de, geb. 1561 zu Cordova, gest. 1627, Rechtsgelehrter, nachher Geistlicher, ausgezeichneter span. Dichter (Romanzen,…

Gongorismus

Meyers

Gongorismus , s. Gongora y Argote .

Gongrona

Herder

Gongrona , griech., Krampfgeschwulst der Pulsadern.

gongschlag

DWB

gong·schlag

gongschlag , m. , als zeichen für den beginn einer veranstaltung, vorführung, mahlzeit u. ä.: ein gongschlag ertönte, der von den stehplätze…

Gongsteⁿ

Idiotikon

Gongsteⁿ Band 2, Spalte 369 Gongsteⁿ 2,369

Gongylen

Herder

Gongylen , griech.-dtsch., runde Knötchen; Gongylus , Keimknoten.

gongylis

MLW

gongylis (conchilus, congilis, congal(l)is, iungilis, gungula) subst. fem . (γογγυλίς) rapum rotundum, napocaulis – runde Rübe, Kohlrabi : A…

gong als Zweitglied (22 von 22)

andgong

KöblerAfries

and·gong

andgong , st. M. (a) Vw.: s. ondgang

delgong

KöblerAfries

del·gong

delgong , st. M. (a) Vw.: s. delgang

hleddergong

KöblerAfries

hleddergong , st. M. (a) Vw.: s. hladdergang

ingong

KöblerAe

ingong , st. M. (a) Vw.: s. ingang

landbegong

KöblerAe

landbegong , st. M. (a) Vw.: s. landbegang

londgong

KöblerAfries

londgong , st. M. (a) Vw.: s. landgang

ofgong

KöblerAfries

ofgong , st. M. (a) Vw.: s. ofgang

ondgong

KöblerAfries

ondgong , st. M. (a) Vw.: s. ondgang

ongong

KöblerAfries

ongong , st. M. (a) Vw.: ongang

sêgong

KöblerAfries

sêgong , st. M. (a) Vw.: s. sêgang

thruchgong

KöblerAfries

thruchgong , st. M. (a) Vw.: s. thruchgang

tōgong

KöblerAfries

tōgong , st. M. (a) Vw.: s. tōgang

zerkgong

KöblerAfries

zerkgong , st. M. (a) Vw.: s. zerkgang*

ūtgong

KöblerAe

ūtgong , st. M. (a) Vw.: s. ūtgang