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goffe

mhd. bis nhd. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
6 in 6 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

goffe f.

Bd. 8, Sp. 669
goffe, guffe, f., clunis, entspricht altniederdt. gopon terga ahd. gl. 2, 702, 39 (11. jh.); ags. gupan (pl.) clunis, renibus, coxe Wright-Wülker ags. vocab. 1, 205, 41; mndl. goepe crupa (ndl. gl. 14. jh.) Diefenbach gl. 159; (gope bei Verwijs-Verdam irrtümlich zu gupf, gupfe gestellt, vgl. mndl. woordenboek 2, 2069); dazu mit nasalierung aisl. gumpr, schwed. gump, n. gump, vgl. Falk-Torp 1, 361. im ablaut mit goffe steht ags. gēap gebeugt, ge krümmt'; zu einer wurzelvariante germ. *geub- gehören norw. guva 'zusammengesunken sitzen', gobb 'rücken, besonders schulterpartie', jüt. gubbe 'schulterpartie', adän. gub(b)e 'hals, kehle' Torp 191, 174; ordbog over det danske sprog 7, 287, vielleicht auch schweiz. guppel 'wölbung, buckel, gewölbter rücken, höcker' (nach v. Helten beitr. 30, 218; anders schweiz. idiot. 2, 389). zur idg. wurzel *gheub-, *gheubh- 'biegen, bücken', zu der auszerhalb des germ. u. a. lett. gùbt 'sich krümmen, sich biegen', aksl. -gъnti 'biegen, falten', russ. guba 'busen', poln. prugub 'bug, gelenk, krümmung' gehören. weiteres s. bei Walde-Pokorny 1, 567. bis auf die Gottscheer ma. (s. u.) nur ahd. und mhd. belegt, doch vgl. unten goffen (vb.). als glossierung von clunis (inflexio dorsi) hufbeni vel goffa ahd. gl. 2, 375, 10 (10. jh.) St.-S.; 370, 43 (10.-11. jh.; auch gofpha); coffa 2, 393, 51 (10.-12. jh.); goffa 3, 261, 1 (11.-14. jh.); per lumbos aftergophum 2, 636, 71 (11. jh.); ferner g[r]offen clunes 4, 213, 50 (12. jh.); goffun, goffen, gofphen 3, 73, 22 (12. u. 13. jh.); gosse (d. i. goffe) 3, 73, 64/74, 1 (12. u. 13. jh.); gofen 3, 431, 31 (12. jh.). auch im mhd. flektiert goffe (wenigstens überwiegend) schwach, vgl. das mhd. wb. 1, 552; Lexer 1, 1043; 3, 215 nachtrag. in der form guf(fe) (nach dem synonymon huf?): Tarquines sper was cranc, Aimonis starg und lang und instach Tarquine den stich und warf in alles undir sich Aimonis orsis guf, daz im diu bein stundin uf Athis u. Prophilias bei Kraus mhd. üb.-buch (1918) 78b; mit spern und mit swertin die vil dicke besuffin (eindrangen) den orsin in den guffin Athis u. Prophilias ebda 80b; hinder deme satelbogen oberhalp der goffen wart ez (das rosz) von im dâ troffen Konrad v. Würzburg Partonopier 19881 Bartsch. guffe neben goffe daz vierde (rosz) swartz alsam ein kol. im stuonden gar die guffe wol gevar rehte alsam ein lebart (nie deheiner orshe der varwe wart), der hals als die goffe var Ulrich v. Türheim Rennewart 2700, 2703 Hübner; vgl. ferner aus dem 14. jh.: noch im menliche truhte er zestunt, daz er in valte uf den plon übers rosses göffen wolgeton Wisse u. Colin Parz. 39, 10 Schorbach. göffen (pl.) auch im dict. alphab. (Würzburg, anfang des 15. jh.) bei Diefenbach-Wülcker 629; huf oder goffen clunis (15. jh.) Diefenbach nov. gl. 97. ferner clunis goffe voc. opt. 12 (14. jh.) und Schmeller-Fr. 2, 875 (beleg aus dem 15. jh.). mundartlich als koffe, köffe 'hüfte' heute noch in Gottschee, s. Schröer wb. d. ma. von Gottschee 141; Tschinkel Gottscheer ma. 155.
3078 Zeichen · 128 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    GOFFEswf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    GOFFE , GUFFE swf. hinterbacke. ahd. goffa Graff 4,176. Gr. 1 3 , 158. vgl. goufe. clunes goffa sumerl. 26,9. clunis gof…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    goffef.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    goffe , guffe , f. , clunis, entspricht altniederdt. gopon terga ahd. gl. 2, 702, 39 (11. jh. ); ags. gupan ( pl. ) clun…

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goffe‑ als Erstglied (5 von 5)

goffelstirne

Lexer

goffel-stirne stf. BMZ ein scheltwort Ls. wol aufzulösen in goffels dirne ( vgl. oben sp. 1017 gimpels dirne). ubi modo sunt unser gaffelsti…

Goffereⁿ

Idiotikon

Goffereⁿ Band 2, Spalte 131 Goffereⁿ 2,131

gofferiereⁿ

Idiotikon

gofferiereⁿ Band 2, Spalte 131 gofferiereⁿ 2,131

goffert

Idiotikon

goffert Band 2, Spalte 519 goffert 2,519

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „goffe". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/goffe/dwb?formid=G21556
MLA
Cotta, Marcel. „goffe". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/goffe/dwb?formid=G21556. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „goffe". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/goffe/dwb?formid=G21556.
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