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gönnerschaft

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gönnerschaft f.

Bd. 8, Sp. 955
gönnerschaft, f. , abstraktbildung zu gönner B. 11) das verhältnis einer begünstigenden person zu einer begünstigten mit betonung des hilfe oder gunst gewährenden verhaltens. zuerst belegbar bei Adelung wb. 2 (1796) 754; nur im sg.: in Cöln jedoch an eine förmliche kunstakademie zu denken, möchte nicht nöthig noch räthlich sein. republicanische ... formen passen am besten in diesen gegenden, wenigstens für die freien künste. einsichtige kunstliebe und gönnerschaft setzt sich überall an die stelle der direction Göthe I 34, 80 W.; er entschlosz sich endlich, beim professor anzuklopfen und fragte, ob er sich vielleicht durch unbewuszte vernachlässigung auf der bühne die seinem talente geltende gönnerschaft verscherzt habe Holtei erz. schr. (1861) 36, 301; hatte in den ersten vierzehn tagen nur der vetter krämer um seine gönnerschaft geworben, so kamen in der dritten woche schon angesehene bürger und beamte Riehl gesch. a. alter zeit (1863) 1, 174; sein sohn aber wurde später mein besonderer gönner, eine gönnerschaft, der er in dem von ihm redigierten militär-wochenblatt in anerkennenden worten ... ausdruck gab Fontane ges. w. (1920) II 1, 198; es hatte ausnahmen gegeben, ... aber dafür auch solche auszeichnungen wie die gönnerschaft des musikmeisters Herm. Hesse glasperlenspiel (1943) 1, 214. ähnlich, aber wohl unter einflusz von gönnen II A (s. d.), im sinne von 'zustimmung', wobei nicht der sonst übliche gebrauch von gönner zugrunde liegt, sondern das grundwort den 'gönnenden' meint: und diese verbindung (mit Ottilie) erfreut sich der gönnerschaft, der väterlichen zustimmung Goethes? Th. Mann Lotte in Weimar (1946) 314. in negativer bewertung und zu prägnant abschätziger bedeutung neigend, im sinne von 'protektion'; häufiger im pl.: durch weiberschürzen, gönnerschaften, kabalen und parteitrotz werden die meisten stellen besetzt Zschokke sämtl. ausg. schr. (1824) 22, 119; kennt einer von ihnen das unverschämte weib, die unbekannterweise mich mit dem titel ihres verpflichteten, ihres schützlings beschimpft, so nennen sie mir's, denn nur durch ihre öffentliche erniedrigung kann ich mich von dem brandmal ihrer gönnerschaft befreien Nestroy ges. w. (1890) 6, 116; weil er (Schiller), sich selbst vertrauend, nur durch sich selbst geschult, um eure (der romantiker) gönnerschaften nicht kleinlich hat gebuhlt J. Frey ges. dicht. (1899) 164. mehr an gönner A 2 c anknüpfend, auf den vertreter, befürworter einer einrichtung bezogen: diese zoten (in den ersten wörtersammlungen zur gaunersprache) stechen um so mehr ins auge, als sie durch ihre meistens fremdartige, gelehrte, klerikale form die vaterschaft und gönnerschaft derselben prostitution scharf kennzeichnen, welche wiederum in denselben vocabularien die väter und gönner mit einer flut gemeiner bezeichnungen herabwürdigt Avé-Lallemant gaunerthum 3 (1862) 167. 22) kollektiv, 'die gönner': viele gönnerschaften haben Campe 2 (1808) 424b; umgestaltet hat er (der dichter) ihn (den Rotherstoff) in Tirol und Baiern, ... wo seine hörer- und gönnerschaft ... gewohnt haben wird Gervinus gesch. d. dt. dicht. (1853) 1, 202; den allmälig eintretenden mangel an zulauf zu den declamationen ergänzte anfangs und ersetzte endlich ganz die goldene groszmuth gekrönter gönnerschaft Chézy erinnerungen (1822) 1, 38.
3333 Zeichen · 51 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gönnerschaft

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Gönnerschaft , plur. inus. das Verhältniß eines Gönners.

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gönnerschaft

    Goethe-Wörterbuch

    Gönnerschaft 1 Protektion wegen .. hoher G. welche sie [ Markgfin vBaden ] Hr. Maklott zugewendet [ihre .. Begünstigung …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit goennerschaft

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Ableitung von goennerschaft 3 Analysen

goenner + -schaft

goennerschaft leitet sich vom Lemma goenner ab mit Suffix -schaft.

Alternativen: goennen+-er+-schaft gon+-ner+-schaft

Keine Komposita gefunden — goennerschaft kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

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APA
Cotta, M. (2026). „goennerschaft". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 20. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/goennerschaft/dwb
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Cotta, Marcel. „goennerschaft". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/goennerschaft/dwb. Abgerufen 20. May 2026.
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Cotta, Marcel. „goennerschaft". lautwandel.de. Zugegriffen 20. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/goennerschaft/dwb.
BibTeX
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