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Gneis

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GWB
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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

Gneis

Bd. 4, Sp. 359
Gneisauch K-, u/od -eu-; vereinzelt Plzu den ‘Urgebirgsarten’ gehörendes metamorphes schiefriges, leicht verwitterndes (dem Granit verwandtes) Gestein aus Feldspat, Quarz u Glimmer; mehr im Hinblick auf Zusammensetzung u Textur; häufig iZshg erdgeschichtl Betrachtungen1)  Ist doch das Urgebirg eben deßhalb so respectabel, weil es sich überall gleichsieht und man Granit und G. aus Brasilien .. von dem europäisch-nördlichen nicht zu unterscheiden vermöchte GWBN9,256,24 GeologProbl  Thon und Kieselerde waren freilich die Hauptingredienzien, wie sie in dieser Gegend der leicht verwitternde G. hergibt GWBN9,67,25 Marienbad  Ersuche .. nachzusehen [im Museum], ob Sie nicht einen Gneuß auffinden, dessen wellenförmige flaserige Textur durch große, mehr oder weniger crystallisirte Feldspatstücke verursacht wird GWBB19,441,12 JGLenz 24.10.07  [Aufzug der Gebirgsarten im scherzh Lehrged] Herzog Granit .. angekündigt durch G. .. G. aber erscheint im verwitterten Zustand und prägt keinen Respect ein GWBN10,47,15f KingCoal GWBN10,148,2ff Üb:Mineralien GWBT2,23,13 v Aug 90 als Trümmergestein gedeutet, im Anschluß an JLGSoulavie2), jedoch bereits verbunden mit dem Bemühen u Wunsch um definitor u terminolog Unterscheidung von Gneis u ‘granit secondaire’ (Anfang der 80er Jahre)  Wegen des Granits .. werden wir aber doch wohl nachgeben und einen granit secondaire statuiren müßen. Es wird dieses zu vielen Discusionen Anlaß geben .. wir sehen daß der aufgelöste Granit als Gneuß wieder zum festen Steine wird, warum sollte er aufgelöst nicht auch wieder als Granit zum zweytenmale zur Festigkeit gelangen .... Noch eins von dem Granit sekondaire! Der Abbé Soulavie vermischt .. offenbar mehrere Steinarten unter diesem Tittel, und beschreibt einige daß man ganz deutlich sehen kann es sey der Gneuß darunter zu verstehen GWBB6,83,14 u 84,20 Merck [Nov 82]  eine Warnung .. diese Gesteinart [Granit] von andern wohl unterscheiden zu lernen. Noch verwechseln .. die Franzosen1) den G., den sie blättrichten Granit oder Granit der zweiten Ordnung nennen GWBN9,177,12 Üb:Granit 1784 als unmittelbar nach, zT noch gleichzeitig mit der Kristallisation des Granits durch ‘chemischen’ Niederschlag aus dem Urozean entstandenes Übergangsgestein zw Granit u späteren, auf ‘mechanischem’ Weg entstandenen Bildungen (ab Mitte der 80er Jahre im Anschluß an die Theorie AGWerners); im Hinblick auf Einlagerungen von Mineralien u Erzen als Zeugnis u Beweis für eine Übergangsepoche der Sonderung u Kristallisation  G. ist der Granit, der sich nach der ersten Grundbildung aus dem Wasser niederschlug, daher seine blättrige Gestalt GWBN9,297,26 GesteinsLagerg  Schema zum geologischen Aufsatz [Titel] .. Granit. | Eigenschaft. | .. Auslaufen des Granits. | .. Übergang in G. und Verwandtes. | Erscheinung des Kalks; | der Metalle. | Zinnformation GWBN9,290,4 SchemaGeolAufs 1817  Porphyrartiger G. [Überschr] .. Wenn man diesen G. eben so gut als jenen Granit porphyrartig nennen könnte, so .. weil deutliche Feldspatkrystalle in einer gewissen Masse vorhanden sind .. Wir würden also in dem oben angegebenen Hauptsinn auch den G., in dessen Masse sich Granaten entwickeln, porphyrartig nennen dürfen GWBN10,9,13 u 10,4u16 Porphyrartig  seltener G. mit Almandinen, die, gedruckt als Flasern drinne liegen, wie die Zwillingscrystalle im Gneus bey Petschau. Wir haben von dem sämmtlichen Urgestein Musterstücke genommen GWBB33,3,28 August 29.4.[20] GWBN9,46,9f AnLeonhard 25.11.07 GWBN10,123,10 Zinnformation GWBN10,85,8 Edelsteine symbol für die Vergänglichkeit polit Macht  Wie man die Könige verletzt, | Wird der Granit auch abgesetzt; | Und G. der Sohn ist nun Papa! | Auch dessen Untergang ist nah: | Denn Pluto’s Gabel drohet schon | Dem Urgrund Revolution GWB3,358 ZXen VI 1696 als der Gebirgsart Greisen (sd) verwandtes Gestein, mBez auf den Gleichklang der Namen  Gestein, welchem um Granit zu sein nur der Feldspath fehlt .. Die Bergleute haben solches Gestein Greißen genannt, sehr glücklich, mit einer geringen Abweichung von G. GWBN9,127,2 GeolBöhm GWBN10,124,16 Zinnformation   GWBGranitgneis 1) zu den zeitl Schwerpunkten der Beschäftigung mit erdgesch Problemen vgl Vorbem zu ‘Geognosie’ 2) JLGSoulavie, Histoire naturelle de la France méridionale, 1780, unterscheidet vom primären einen aus dessen Trümmern gebildeten sekundären Granit Caroline VollmannC.V.
4316 Zeichen · 65 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gneisn.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +2 Parallelbelege

    gneis , gneisz , n. , dasselbe wie gleisze ( aethusa cynapium ), zuerst 1726 belegt, s. Marzell wb. dtscher pflanzenname…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gneis

    Goethe-Wörterbuch

    Gneis auch K-, -ß u/od -eu-; vereinzelt Pl zu den ‘Urgebirgsarten’ gehörendes metamorphes schiefriges, leicht verwittern…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gneis

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Gneis , ein dem Granit ähnliches Gestein, aus Feldspath, Quarz u. Glimmer bestehend; es unterscheidet sich von Granit du…

  4. Spezial
    Gneis

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Gneis m. (-es,-e) (Gestein) gnais m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gneis

51 Bildungen · 50 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

gneis‑ als Erstglied (30 von 50)

Gneisabänderung

GWB

gneis·abaenderung

Gneisabänderung Pl, für Gneise mit porphyr- od breccienartiger Struktur Gebirgsarten der ältesten Bildung .. 1. Granite .. 2. G-en. Dick-dün…

gneisablagerung

DWB

gneis·ablagerung

gneisablagerung , f. : gneisablagerungen ( zeichnen sich ) durch ihre colossale mächtigkeit aus Karmarsch-Heeren techn. wb. 3 4, 110. —

gneisart

DWB

gneis·art

gneisart , f. , vgl. das zu 3 gneis 2 über die verschiedenartigkeit des gneises gesagte: granit von der chaussee unter Kolman. gneisart eben…

gneisartig

DWB

gneis·artig

gneisartig , adj. , von gesteinen, die in die structur des gneises übergehen: am ... flusz ... werden die granitwände ungemein gneuszartig R…

gneisberg

DWB

gneis·berg

gneisberg , m. : sodann noch beschwerlicheren stieg, einen gneisberg hinauf, zurücklegend Göthe III 8, 93, 20 W.; niedere gneuszberge Ritter…

gneisbildung

DWB

gneis·bildung

gneisbildung , f. : die künstliche erzeugung von feldspath und glimmer ist besonders von groszer geognostischer wichtigkeit für die theorie …

gneisblock

DWB

gneis·block

gneisblock , m. : so tief wir wühlen, wir finden nichts als ... gneisblöcke Roszmäszler der wald (1863) 27 ; ( erratische ) glimmerschieferp…

gneisboden

DWB

gneis·boden

gneisboden , m. : in der nördlichen hälfte des Schwarzwaldes tritt nämlich neben dem bunten sandstein auch urgestein zutage, so auf den gnei…

gneisen

DWB

gneisen , vb. , s. geneusen .

Gneisenau

Meyers

gneis·e·nau

Gneisenau , August Wilhelm Anton, Graf Neidhardt von , preuß. Feldmarschall, geb. 27. Okt. 1760 zu Schildau in der Provinz Sachsen, gest. 23…

gneisfelsen

DWB

gneis·felsen

gneisfelsen , m. : ( der glimmerreiche gneis ) ist der allgemein verbreitete, und deszhalb sieht man gneisfelsen in der regel verwittert Oke…

gneisgeschiebe

DWB

gneis·geschiebe

gneisgeschiebe , n. : ich besitze ein ... stück ... granit ..., in welchem ... gneiszgeschiebe liegen Werner gebirgsarten (1787) 10 ; ( der …

gneisgranit

DWB

gneis·granit

gneisgranit , m. , ' ein zur gneistextur hinneigender granit ' Karmarsch-Heeren 4, 153 ; wenn ich statt granit-gneis sage gneisgranit, so wi…

gneisig

DWB

gneisig , adj. , auch gneisicht, vom 16. jh. bis auf Campe bezeugte ableitung von 3 gneis; auch in nebenformen, die denen des nomens entspre…

gneislager

DWB

gneis·lager

gneislager , n. : das thal von Steinz ... hat prächtige und unerschöpfliche gneislager Rosegger schr. II 12, 108 ; gneuszlager Ritter 3, 19 …

Gneisleⁿ

Idiotikon

Gneisleⁿ Band 2, Spalte 674 Gneisleⁿ 2,674

gneismauer

DWB

gneis·mauer

gneismauer , f. : ( die ) bergkette ist wegen einer senkrechten gneuszmauer ... unübersteigbar Ritter 3, 787 . —

gneispeln

PfWB

gneispeln , gneisperig , gneispern s. knäuspeln , knäusperig , knäuspern .

gneisplatte

DWB

gneis·platte

gneisplatte , f. : die gehänge zeigen gewöhnlich viele treppenartigen vorsprünge der übereinander liegenden gneisplatten Oken 1, 774 . —

gneisschicht

DWB

gneis·schicht

gneisschicht , f. : granit ( bildet ) lager zwischen den gneiszschichten Lueger lex. d. ges. technik (1894) 4, 755 . —

gneisschiefer

DWB

gneis·schiefer

gneisschiefer , m. , offenbar gneis von besonders schiefriger struktur: die felsketten zu beiden seiten ( des passes sind ) gneuszschiefer, …

Gneiße

Adelung

† Die Gneiße , plur. inus. in einigen Gegenden, ein Nahme des kleinen Schierlinges, der sonst auch Gleiße genannt wird; vermutlich aus einer…

Gneißicht

Adelung

gneis·sicht

Gneißicht , adj. et adv. dem Gneiße ähnlich, im Bergbaue; Gneißig, Gneiß enthaltend. S. 2 Gneiß.

gneissleⁿ

Idiotikon

gneissleⁿ Band 2, Spalte 674 gneissleⁿ 2,674

Ableitungen von gneis (1 von 1)

Urgneis

Meyers

Urgneis , Gestein, der durch Erstarrung der einst feurig-flüssigen Erdhülle entstandene Gneis.