Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
gnatz m., f.
gnatz , m., f. , ' grind, krätze; geiz, knauserei ', seit dem ausgehenden 13. jh. belegt, s. den beleg unten aus der mhd. Elisabeth und den beinamen Bertoldus gnazoge (1296), meist als gnazouge (gnazovge) gefaszt, doch vgl. auch unter 2 gnatzig; häufiger im 16./17. jh., ursprünglich wohl ein md. wort, das sich weithin über das nd. sprachgebiet verbreitete. gänzlich zu fehlen scheint es heute nur dem westen ( Rheinland und Westfalen ) und osten ( Sachsen, Schlesien ), doch vgl. unten den hist. beleg von Ulenberg und von Schickfusz unter gnätze. das ausgangsgebiet ( vermutlich Hessen und Thüring…