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glīden

mhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
Anchors
7 in 5 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
15
Verweise raus
4

Eintrag · Westfälisches Wb.

glīden V.

Bd. 2, Sp. 1147
glīden V. [verbr.] gleiten. — 1. sich leicht und gleichmäßig (nach unten) bewegen. Dat well nit glīen (von einer Speise) (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). Dat Spill, dat glidd nich, daor mutt Fett an (WMWB). De Kuegel es mi ūt’e Hand glīen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). — Ra.: Vom Laken gluien sterben (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@HoinkhausenHs). Et is em van’n Späddel gledden er war allzu gierig beim Essen (WMWB). — Lied: Lōt dät Mesken gleïen / bit mirren in de Seïen (Speckseite) (Kr. BrilonBri Ri). — 2. rutschen, schlittern [Kr. MeschedeMes Kr. BrilonBri Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Olp, sonst verstr.]. Op dem Uise chluien (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@RüthenRü). ⟨Inf.: ›glīden‹ [WMünsterl Kr. WarendorfWdf Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. BeckumBek Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Olp], ›glīten‹ [Kr. IserlohnIsl Olp, sonst verstr.], ›glī(e)n‹ [verbr.]. — Präs.: 3. Sg.: glit [verbr.]. Prät.: 1/3. Sg.: ›glē²t‹ [Münsterl die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Isl], ›glē²ªt‹ [OWestf], ›glē²ᵇt‹ (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@RöckinghausenRö); Pl.: ›gliᵉn‹ bzw. ›glīᵉn‹ [verstr.], ›glē²den‹ [verstr. Münsterl], gläien (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa); Part.: ›gliᵉn‹ bzw. ›glīᵉn‹ [verbr.], gleïen (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@RöckinghausenRö), egläien (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa). — Kr. Grafschaft DiepholzDie Formen im Prät. werden suppletiv auch von → glitsken verwendet⟩ ¶ Vgl. RHWB 2,1272: gleiten; NDSWB 5,493: glīden.
1024 Zeichen · 39 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    glîdenstv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    glîden stv. s. glîten.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    glidenst. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    gliden , st. V. Vw.: s. glīden

  3. modern
    Dialekt
    glīdenV.

    Westfälisches Wb.

    glīden V. [verbr.] gleiten. — 1. sich leicht und gleichmäßig (nach unten) bewegen. Dat well nit glīen (von einer Speise)…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gliden

12 Bildungen · 0 Erstglied · 9 Zweitglied · 3 Ableitungen

gliden als Zweitglied (9 von 9)

afglîden

MNWB

afglîden , stv. , abgleiten.

ȫverglîden

MNWB

oever·gliden

° ȫverglîden , ōver- , stv. : auf die andere Seite gehen, hinübergehen, „decurrere” (Dief. 23).

¹tôglîden

MNWB

tog·liden

1° tôglîden , stv. ( Präs. : Ind. 3. Sg. -glîdet ) : zuströmen, „ Des mynschen herte wert ghewydet Deme dat gud sere tho glydet ” (Josep ed.…

vorglîden

MNWB

vor·gliden

vorglîden , stv. (3. Sing. präs. vorglîdet -glit; Part. prät. vorglēden ), aus der gewohnten Lage, der gewohnten Bahn herausgleiten , verren…

zergliden

Lexer

zer·gliden

zer-gliden swv. = zerliden. ich wolt eʒ zegliden als ein huon Ga. 1. 117,464.

zuebegliden

Idiotikon

zuebegliden Band 2, Spalte 606 zuebegliden 2,606

ī(n)b(e)gliden

Idiotikon

ī(n)b(e)gliden Band 2, Spalte 606 ī(n)b(e)gliden 2,606

ūtgliden

KöblerMnd

ūtgliden , st. V. Vw.: s. ūtglīden*

Ableitungen von gliden (3 von 3)

entglîden

MNWB

entglîden , stv. , entgleiten, fortgleiten.

vergliden

MeckWB

vergliden 1. aus der richtigen Lage herausgleiten, verrutschen: 'das Ständerwerk und Dach verglitten' Baumg.-Bentz. Ribn. 179. 2. abgleiten:…

zergliden

Lexer

zer-gliden swv. = zerliden. ich wolt eʒ zegliden als ein huon Ga. 1. 117,464.