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gissel

mnd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
5 in 5 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
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1

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gissel m.

Bd. 7, Sp. 7567
gissel, m., dazu gisselmahl, gisselsuppe; eigentlich das nach altem rechtsbrauche beim einlager vorgesetzte üppige mahl: die sein gleich denen, die da gisselmal (i. d. ausgabe v. 1583 giselmahl 68b) essen, kostliche mal ...; das heiszen gisselmal (ausg. v. 1583 giselmahl), da man etwan uf ein stat oder uf ein edelmann mit einem reisigen hengst leistet, di essen kostliche mal, damit das groser kosten ufgang, das man sie dester fürderlicher bezal Pauli schimpf u. ernst 144 Österley; so wohl auch: (durch schwelgerei sind grosze herren) darzuo kummen, das sie iren stat (lebensweise) nicht mehr halten mögen ...; darumb so müssen sie den gissel essen, dem hie ein metzen lon (überlassen) ..., dem andern dort, und gaben darumb nemmen Geiler v. Keisersberg brösamlin (1517) 2, 16d; in gleichem zusammenhange den geissel essen postill (1517) 214b. sonst bei Geiler v. Keisersberg meist verblaszt zu der allgemeineren bedeutung 'kostspieliges, üppiges mahl': einer isset das gisselmal oder seifet und isset kostlich, der ander isset schlechte mal brösamlin (1517) 2, 13c; Mattheus ... bereitet (dem herrn) ein herrlich mol ..., convivium magnum, ein gesellenmol oder ein giszelmol, als man in den leistungsbriefen das mol versicht und versorget .... das wort gissel, das wir in bruch haben, weisz ich nit wol, wo es harkumpt noch was es sei. ich weisz nit, ob etwas sei, das gissel heisz. dorumb nenn ich ein gisselmol ein gesellenmol oder ein wolleben postill (1522) 4, 23a; noch Schilter thes. 3, 382a gibt für Straszburg ein gisselsupp 'köstlich supp' an; dagegen ist das adj. gissel 'köstlich' Fulda idiotikensamml. (1788) 125 offenbar nach Schilter erfunden; gissel ist vielmehr nebenform von geisel, s. teil 4, 1, 2, 2608 sowie Ch. Schmidt hist. wb. d. elsäss. ma. (1901) 126b.
1813 Zeichen · 42 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gisselM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    gissel , M. nhd. Glatteis, Reifregen, Hagelregen, Eisregen Hw.: s. īselen E.: īselen? L.: MndHwb 1/2, 117 (gissel), Lü 1…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gisselm.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    gissel , m. , dazu gisselmahl, gisselsuppe; eigentlich das nach altem rechtsbrauche beim einlager vorgesetzte üppige mah…

  3. modern
    Dialekt
    Gissel

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Gissel = Deichsel (s. d.).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gissel

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von gissel

gis + -sel

gissel leitet sich vom Lemma gis ab mit Suffix -sel.

gissel‑ als Erstglied (1 von 1)

Gisselfeld

Meyers

gissel·feld

Gisselfeld , Fräuleinstift im dän. Amt Sorö, auf der Insel Seeland, 1702 vom Grafen Chr. Gyldenlöve für 16 (jetzt 50) Jungfrauen des dänisch…