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gickgack

nhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gickgack m., f.

Bd. 7, Sp. 7318
gickgack, m., f. , gänsegeschrei, gans; getrennt als gick gack, vgl. unter gick; mit verschiedener wiedergabe der gutturale gigag, giggag, gikak, ebenso der quantität der vocale gîgagg Birlinger volkstüml. 2, 34, gîgak Wenisch Westböhmen 42; giekgaak (fringilla coelebs) Naumann naturgesch. 5, 27; obd. und md. verbreitet, vgl. auch kikak teil 5, 701. 11) lautmalend für das geschrei der gänse; vgl. gigag gingritus Stieler (1691) 594b; 'die gans also schnattert nicht blosz gagaga und gackgack, sondern auch giga und gickgack' Wackernagel voces animantium2 34, vgl. dazu kihkaak zs. f. dt. wortf. 11, 159: das best gesang, das sie kan (die gans) da da da da daz ist gickgack gickgack gickgack Forster fr. teutsche liedl. 85 ndr.; der hund ball und die katz murmawet der hahn kurlückt, die gans dadrawet: gigack, gigack! floch sie daher, als wenns der römische adler wär! Rollenhagen froschmeuseler (1595) P p 6b; ihr dummer gickgack rettet einst Roms capitolium Bürger 64a Bohtz; gickgack, gickgack, wat is, wat is? schallt es hinter dem Wellhausen her (von den gänsen) Sohnrey im grünen klee (1903) 123. allgemeiner für einen vogelschrei: den ruf eines vogels 'gigag' Birlinger volkstüml. 2, 34; übertragen auf weibergeschwätz: die frawen können schnattern fein, stehen gigagg, giggag aufm marck und ist all ihr reden ein quarck J. Sommer epatologia (1605) f 7a. 22) für die gans selbst, besonders in der kindersprache, vgl. gickgack gans Jos. Müller rhein. 2, 1219; giggag gans Alemannia 16, 231, gîgâk der ganser Wenisch Westböhmen 42; in der scherzbildung gick- und gackgeschlecht bei Bürger: jetzt zog der urselbst (der vogel original) hin und bat das gick- und gackgeschlecht um rat ged. 2, 138 Consentius; geringschätzig auf ein mädchen bezogen, vgl. unten 3: ein lieber vogel ist der Hans, wenn er bei seiner giggag sitzt J. Sommer epatologia (1605) f 6a; fest im sprichwort von denen gesagt, die von der reise um nichts klüger heimkehren, vgl. Pistorius thes. paroem. (1715) 25: da afft die gansz ist ubers meer geflogen, ein gikak widerkommen hergezogen Gabr. Voigtländer oden u. lieder (1642) 104; eine gansz flog weg, ein gickgack kam wieder Herberger Jesus Sirach (1698) 361b; es flog ein gänschen wohl über den Rhein, und kam als gickgack wieder heim Düringsfeld sprichw. 1, 283a. giekgaak auch für den buchfink (fringilla coelebs): die benennungen (des buchfinks) sind ... in den gegenden verschieden, ... man hört z. b. ... werr, giekgaak Naumann naturgesch. d. vögel 5, 27. 33) als schelte für eine dumme, einfältige person; bes. in md. maa., vgl. z. b. Ruckert unterfränk. 61, Crecelius oberhess. 421, tölpel simpel, Jos. Müller rhein. 2, 1230 und öfter: was, bin ich ein gigack? Chr. Weise neue proben v. d. redenskunst (1700) 122. — vereinzelt das abgelegenste ende eines ortes: er wohnt am gigak, eig. an dem auszerhalb des dorfes gelegenen weideplatz der gänse Müller-Fraureuth 1, 421.
2954 Zeichen · 65 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gickgackm., f.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    gickgack , m., f. , gänsegeschrei, gans; getrennt als gick gack, vgl. unter gick; mit verschiedener wiedergabe der guttu…

  2. modern
    Dialekt
    Gickgack

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Gickgack s. Jickjack .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gickgack

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von gickgack 2 Komponenten

gick+gack

gickgack setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gickgack‑ als Erstglied (2 von 2)

gickgacken

DWB

gick·gacken

gickgacken , vb. , das schreien der gänse, hähne etc.; obd. und md., seit dem frühnhd. bezeugt; auch mundartlich, vgl. z. b. gickgacken gack…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „gickgack". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 14. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gickgack/dwb?formid=G15995
MLA
Cotta, Marcel. „gickgack". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gickgack/dwb?formid=G15995. Abgerufen 14. May 2026.
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Cotta, Marcel. „gickgack". lautwandel.de. Zugegriffen 14. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gickgack/dwb?formid=G15995.
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