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giburtîg

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Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

giburtîg

giburt¹AWB f. i-St., im Abr (1,126,40 [Pa])
und zahlreichen weiteren Gl., I, T, OT, O,
MH, Ps 138, Ph, N und Npg: ‚Geburt, das
Gebären, das Geborene, Abkunft, Herkunft,
Abstammung, Ursprung, Anfang, Zeugung,
Entstehung, Stand, Nachkommenschaft, Ge-
schlecht, Natur, Wesenheit; adventus, condi-
tio, conspersio, fetus, generatio, genitura,
genus, incarnatio, natalis (subst.), nativitas,
natura, origo, ortus, partus, puerperium, se-
men, sexus, suboles, substantia
, diu êrista
giburt ‚Erstgeburt; primogenita, irdiska gi-
burt ‚Fortpflanzung; terrena fecunditas,
skôniu giburt ‚natürliche Schönheit; genui-
num decor
, an dero giburti ‚bei der Geburt,
durch die Geburt; innascendo
, in allo gibur-
ti, in allên giburtin, in giburte inti in giburte
‚von Geschlecht zu Geschlecht, für immer;
in generationem et generationem
, furisto
dera giburti, mêra giburti ‚höheren Alters;
maiore natu
, sih dera zwiskûn giburti blîden
‚sich der zweifachen Geburt erfreuen; denuo
nasci
(mhd. geburt, nhd. Geburt; as. giburd,
mndd. gebort; mndl. geboorte; ae. gebyrd: <
urgerm. *aBurđi-; daneben got. gabaurþs*
< urgerm. aBurþi-). Nomen actionis mit
dem Fortsetzer des Suffixes uridg. *-ti- zum
st. v. IV giberan (s. d.). – giburt²AWB f. i-St., Gl.
1,760,27 (12. Jh., alem.); 2,422,11 (Zeit un-
bekannt): ‚Verlauf, Ausgang (des Gesche-
hens), Los, Schicksal; proventus, sors
(ae.
part.prät. gebyrd). Zur Bildung vgl. Wil-
manns [1906–30] 1967: 2, § 255 (S. 335). S.
giburien. – giburtiAWB adj., Gl. 4,80,51 (2. Hälfte
des 12. Jh.s): ‚angeboren, natürlich; nativus.
Erweitertes Possessivkomp. mit Präfix gi-
(s. d.) (vgl. Krahe-Meid 1969: 3, § 40, 2). S.
burt. – giburtîgAWB adj., Gl. 2,31,11 (Zeit unbe-
kannt). 415,43 (Zeit unbekannt): ‚geschlecht-
lich, ehelich; genialis
, giburtîg tag ‚Ge-
burtstag; natalis
(mhd. geburtec, nhd. ge-
225 giburt1 – gibuzziS226
bürtig; mndl. geboortich). S. giburt1, -îg. –
giburtitagAWB m. a-St., Gl. 1,713,37 (11. Jh.). 38
(2 Hss., 10. und 11. Jh.); 5,14,14 (10. Jh.)
und Gl. in Hs. Paris, Lat. 8318 (11. Jh.; s.
Tiefenbach 1977: 25) und NMC: ‚Geburts-
tag; dies natalis, natalis
(mhd. geburttac,
nhd. Geburtstag; mndd. gebōrtsdach; ae. ge-
byrddæg). Determinativkomp. mit subst. VG
und HG. S. giburt1, tag. – giburtitagoAWB m. n-
St., Gl. 1,285,11 (2 Hss., beide Anfang des
9. Jh.s) und Gl. in Hs. St. Mihiel, Ms. 25
(11. Jh.; s. Meineke 1983: 192 Nr. 427):
‚Geburtstag; (dies) natalicius. S. giburtitag.
giburtlîhAWB adj., seit Ende des 8./Anfang des
9. Jh.s in Gl., Npw und GGB II: ‚von Geburt
an, angeboren, ursprünglich, geschlechtlich;
genialis, genitalis, nativus, substantivus
, diu
giburtlîcha sunta ‚Erbsünde; originale pec-
catum
(mhd. geburtlich, frühnhd. gebürt-
lich; mndl. geboortelijc). Desubst. Bildung
(s. Schmid 1998: 219). S. giburt1, -lîh. – giburtlîchogi
burtlîchoAWB
adv., nur Gl. 1,738,3 (Mainz,
StadtB Hs. II 3): ‚der Herkunft, Abstam-
mung nach; oriundo
. S. giburtlîh. – giburtmuotergiburt
muoterAWB
f. kons. St., nur Gl. 3,439,53 (Ende
des 12. Jh.s): ‚Gebärmutter; matrix. S. gi-
burt1, muoter. – *gibutil m. a-St., Gl. in Hs.
Engelberg, Cod. 122 (14. Jh., alem.) und Hs.
Königswart, 20 G 22 (2. Hälfte des 13. Jh.s):
‚Bote, Herold; emmisarius, praeco, eigtl.
‚der die Anordnungen der Obrigkeit bekannt
gibt‘
(mhd. gebütel, frühnhd. gebüttel; vgl.
as. budil, mndd. bȫdel; mndl. boodel; ae. by-
del). Nomen agentis mit dem Fortsetzer des
Suffixes urgerm *-ila- zum st. v. II gibuiotan
(s. d.). S. -il. Vgl. butil. – Ahd. Wb. 4, 1558 ff.
1563 ff.; Splett, Ahd. Wb. 1, 52. 53. 87. 644.
988. 989; Köbler, Wb. d. ahd. Spr. 379. 380;
Schützeichel6 66 f.; Starck-Wells 203 f. 815;
Schützeichel, Glossenwortschatz 2, 120 f. 122.
125.
3835 Zeichen · 182 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    giburtîgadj.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    gi- burtîg adj. , mhd. geburtec, nhd. gebürtig; mnl. geboortich. — Graff III, 161. gi-purtigan: dat. pl. Gl 2,415,43 ( c…

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Komposita & Ableitungen mit giburtig

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Ableitung von giburtig

giburt + -ig

giburtig leitet sich vom Lemma giburt ab mit Suffix -ig.

Zerlegung von giburtig 2 Komponenten

gibur+tig

giburtig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — giburtig kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

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Cotta, M. (2026). „giburtig". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/giburtig/ewa
MLA
Cotta, Marcel. „giburtig". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/giburtig/ewa. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „giburtig". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/giburtig/ewa.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„giburtig"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
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