Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
gezwangnis f.
gezwangnis , gezwängnis , f. , mhd. neben gezwancnus auch getwanc-, getwencnisse, mnd. gedwencnisse. bildung zu getwanc oder getwengen, wie ahd. githuingnissi zu giduinc oder giduingan, vgl. Wilmanns dtsch. gramm. 2, 359 . seit dem späteren mhd. bezeugt, s. auch gezwangsal . vgl. auch gezwingnis, gezwungnis. die bedeutung ist ' zwang '. vorerst aktiv, vom subjekt aus, ' zwangausübung, bedrängung, vergewaltigung ': ez si unreht gewalt, unrehtes vogtes getwangnisse, schelten und spoten Berthold von Regensburg 23 Kling; ( der papst ) badt on, das her om unde den cristen wolde zu hulffe komen unde…