Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
gezunft f.
gezunft , gezunfte , f. später auch neutrum, verbalabstractum zu gezemen ( s. geziemen sp. 7063 ff. ), reicht in dieser form bis in das 16. jahrh., wird aber schon in frühneuhochdeutscher zeit durch präfixlose formen stark zurückgedrängt, die sich wesentlich an die verengte bedeutung der innung (zunft) heften. mit ihr reicht die sippe bis in die neuere zeit, wo die schriftsprache sie mit der engen bedeutung in geschichtlichen betrachtungen wiederholt, während mundarten wie die bayrische weiter ausgreifen: eine zünftige gesellschaft = ein kreis, der zusammen stiMt; da war's zünftig. 1 1) die St…