Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
gezüngel n.
gezüngel , n. , wird von Campe 2, 372 in zweierlei gebrauchsformen gebucht, als nomen actionis und als collectivbildung. 1 1) für das nomen actionis gibt Campe keine belege an, gliedert es aber in eine sinnliche und eine übertragene bedeutung: das öftere hin- und herbewegen der zunge ... das leckerhafte begehren nach etwas. umfassender und günstiger urtheilend ist das althochdeutsche gizungali bezeugt, vgl. verbositas, gizungili Wiener glossen zu Prudentius s. Steinmeyer-Sievers 2, 394 b ; urbanitas, gizungali Pariser und Münchner gl. ebenda 434. vgl. auch mit adjectivischer function: gezungel…