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Gewinst

mnd. bis Dial. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
10 in 10 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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17
Verweise raus
10

Eintrag · Adelung (1793–1801)

Gewinst

Bd. 2, Sp. 666
Der Gewinst, des -es, plur. die -e, von dem Activo gewinnen, in einigen der eingeschränkten Bedeutungen desselben. 1) Dasjenige, was man im Handel und Wandel als Überschuß über seinen Aufwand bekommt; ohne Plural. Sie halten menschlichen Wandel für einen Jahrmarkt, geben vor, man müsse allenthalben Gewinst suchen, Weish. 15, 12. Der Goldschmid Demetrius wendete denen vom Handwerk nicht geringen Gewinst zu, Apost. Gesch. 19, 24. Etwas des Gewinstes wegen thun. In dieser Bedeutung ist Gewinn in der edlern Schreibart beynahe üblicher. 2) Was man in jeder Art von Wettstreite gewinnet oder gewinnen kann. Den großen Gewinst erhalten. Die Gewinste austheilen, zur Schau ausstellen. In welcher Bedeutung Gewinst üblicher ist als Gewinn. 3) Was man im Spiele gewinnet; ohne Plural. Mein Gewinst ist nicht beträchtlich. Seinen Gewinst unter die Armen vertheilen. Wo Gewinst und Gewinn gleich häufig gebraucht werden. Anm. Im Nieders. Winst, Averwinst, im Dän. Holl. und Schwed. gleichfalls Winst, Vinst, Gevinst. Gewinst und Gewinn sind bloß in der Ableitungssylbe unterschieden, ohne daß dadurch die Bedeutung geändert würde. Bloß der Gebrauch ist in einigen Fällen mehr für das eine als für das andere. Eigentlich sollte es Gewinnst geschrieben werden; allein um die Häufung der Mitlauter zu vermeiden, lassen mehrere Verbalia auf st das eine n weg, wie Kunst, Gunst, Dunst, Brunst u. s. f. von können, gönnen, dünne, brennen. Gewinsthaft, was Gewinn einträgt, ingleichen gewinnsüchtig, und die Gewinsthaftigkeit, für Einträglichkeit, ingleichen für Gewinnsucht, sind nur hin und wieder im gemeinen Leben üblich.
1613 Zeichen · 31 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gewinstM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    gewinst , M. nhd. „Gewinst“, Gewinn, Nutzen (M.), Vorteil, Erwerb, Verdienst E.: s. ge, winst; s. as. giwunst* 2, st. M.…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gewinst

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Gewinst , des -es, plur. die -e, von dem Activo gewinnen, in einigen der eingeschränkten Bedeutungen desselben. 1) D…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gewinst

    Goethe-Wörterbuch

    Gewinst überwiegend -nn-, vereinzelt Pl; knapp 50 Belege gegenüber ‘Gewinn’ mit ca 350; Gebrauchsschwerpunkt vor 1800, s…

  4. modern
    Dialekt
    Gewinstm.

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Gewinst m. Gewinn, Vorteil, Erwerb: nu hebben wi wedder den Gewinst in de Tasch heißt es unter den Tagelöhnern beim Kürz…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gewinst

2 Bildungen · 1 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von gewinst

ge- + winst

gewinst leitet sich vom Lemma winst ab mit Präfix ge-.

gewinst‑ als Erstglied (1 von 1)

Gewinstchen

GWB

gewinst·chen

Gewinstchen -nn- im Vergl Es ist doch immer das Traumreich wie ein falscher Loostopf, wo unzählige Nieten und höchstens kleine G. unter eina…

gewinst als Zweitglied (1 von 1)

Zītgewinst

Idiotikon

Zītgewinst Band 16, Spalte 722 Zītgewinst 16,722