Eintrag · Frühneuhochdeutsches Wb. (FWB)
gewenen
gewenen
- ›jn. / sich durch Wiederholung einer Tätigkeit oder durch mehr oder weniger gezielte Anstrengung an etw. (meist) / jn. (seltener) gewöhnen, jn. / sich mit etw. / jm. vertraut machen‹; auch: ›(einem Am
- im Part. Prät. mit haben oder sein (letzteres etw. seltener): ›sich an etw. gewohnt haben, (an) etw. gewohnt sein; etw. pflegen zu [...]‹; auch: ›sich eingelebt haben‹.
- ›(Tiere) entwöhnen; sich / etw. (seine Sinne) von etw. abziehen, einer Neigung entwöhnen‹.
- ›etw. (z. B. eine Sprache) / jn. (z. B. einen Apostel) zu verstehen lernen, sich in etw. einarbeiten, einüben‹.
- ›etw. (meist: ein Tier; auch: den Magen) auf eine bestimmte Tätigkeit, Funktion hin abrichten, dressieren‹.
- ›e. S. (z. B. dem Meer) Grenzen setzen, sie seinem Willen unterwerfen‹.
Etymologie: Fortsetzung von mhd.