Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
gevatterbrief m.
gevatterbrief , m. wort und brauch entstammen den mit dem gevatterbitten verknüpften förmlichkeiten. gevatterbrief ist dasjenige höflich geschriebene oder auch oft gedruckte schreiben, worinnen der kindtauffenvater derjenigen person, so er zum tauffzeugen erkiesset, die glückliche entbindung seines weibes entdecket und mit benennung des tages, orts und stunde sie freundlich ersuchet, solches amt und heilige werck willig auf sich zu nehmen. wird insgemein von der amme oder muhme herumgeschicket. an etlichen orten bittet der kindtaufenvater die gevattern mündlich. Amaranthes frauenzimmerlexikon …