Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
gevach Adv.
2 in verblasster Bed., zum Teil bekräftigend, verstärkend ‘bestimmt, gewiss’
1 ‘häufig, wiederholt; in vielerlei Hinsicht’ Darius sust sprach: / ‘din got, dem du hie gevach / hast gedient, irlose dich!’ Daniel 5390; dar nach ich [Daniel] sach / ein anders [Tier] , daz was gevach / gestalt als ein grimmic ber ebd. 5744. 4668; sô wurdin sî sô oft irvêrt / mit manchim scharfin pfîle, / dî bin des sturmis wîle / ûf sî vlugin sô gevâch, / daz al ir wer dâvon vorbrach NvJer 16103 u.ö.; TvKulm 140. – hierhin? vgl. Zweifel in der Anm.z.St., eventuell zu gevêch ‘feindselig’ Sathan antwurte gar gevach / und kegen gote also sprach Hiob 693. 975 2 in verblasster Bed., zum Teil bekräftigend, verstärkend ‘bestimmt, gewiss’ nu wizze, diz was gevache / der sintvlut di ursache HistAE 319. 927; der selbe vrone engil, / wol der genaden sprengil, / czoch dem volke gar gevach / allis uf der versen nach TvKulm 1809. 748; Johannes der zoch ienen nach / biz zu Cedronem gar gevach, / daz Centebius bute e / den juden durch ir grozez we Macc 6908. 13678; Hiob 3145. 610. 4789
MWB 2 653,25; Bearbeiterin: Czajkowski