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geudel

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

geudel m.

Bd. 6, Sp. 4619
geudel, m., ältere substantivbildung zu geuden; dient zur kennzeichnung des nomens agentis. vgl. geuder sp. 4629. die mittelhochdeutsche form ist giudel. vgl. mhd. wb. 1, 539a. Lexer 1025: dü lieblich früntlich angesicht frowet mich von miner frowen basz denn ain gantzes win glasz das durch dich flüsset als ain tich mich machet basz frödenrich wann sich min minicklich lieb zu mir verstilt recht als ain dieb .. so bistu güdel eren plosz erlaffen an sinnen so pflig ich hocher minnen. minner und trinker (ludrer) Laszbergs liedersaal 2, 329; so bistu güdel wines vol und lebest in ludrie so froüt mich min amie und git mir hoch gemüte. 2, 331; die argen und die kargen und die snudel und die gudel und die snuffer und die juffer und die abreiszer und unrecht zoller. teufels netz 427 Barack. die weiteren geschicke dieses wortes lassen sich durch litterarische belege nur andeutungsweise verfolgen. auf ein nachhaltiges fortleben im volksmunde weisen jedoch mehrere spuren hin. so taucht geudel vorübergehend in der fachsprache der ärzte auf in einer bedeutung, die das volkstümliche gepräge deutlich bekundet: von dem geüdel, netzlin oder schmerfellin des understen bauchs. der geüdel das netzlin oder schmerfel ist ein fellin von weissem geäder, von vilen blut und herzäderlin gemacht, allenthalben mit feistigkeit erfüllet. anatomie des G. H. Ryff, 1541 fol. 20a; wann der geudel oder schmerfellin herabsteigt, wirt solcher bruch von lateinischen ärzten omenti ramex, von Avicenna zirbi ramex genannt. chirurgia (1545) 65a (von gebrechen der gemächt). auf andere bahnen weist das schweizerische güdelmändig hin: güdelmändig, fastnachttag, wo man schwelgt und praszt, zunächst vom letzten montag in der fastnacht oder dem ersten montag in der fasten. Stalder 1, 488.
1783 Zeichen · 27 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    geudelm.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    geudel , m. , ältere substantivbildung zu geuden; dient zur kennzeichnung des nomens agentis. vgl. geuder sp. 4629. die …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit geudel

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von geudel

ge- + udel

geudel leitet sich vom Lemma udel ab mit Präfix ge-.

Zerlegung von geudel 2 Komponenten

geu+del

geudel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

geudel‑ als Erstglied (1 von 1)

geudelich

KöblerMhd

geudelich , Adj. Vw.: s. giudenlich

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „geudel". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/geudel/dwb?formid=G12933
MLA
Cotta, Marcel. „geudel". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/geudel/dwb?formid=G12933. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „geudel". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/geudel/dwb?formid=G12933.
BibTeX
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