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getheilede

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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

getheilede n.

Bd. 5, Sp. 4372
getheilede, geteilide geteilit geteilede, n. , collectivbildung zum vorigen, vgl. Bech Germania 10, 398. Lexer 1, 943; vgl. die verwandten bildungen geschwisterde (sp. 4004), geveterde (s. u.) bei Wilmanns deutsche grammatik II § 264, 2; gedeelte Verwijs und Verdam 2, 1142; das holländische gedeelte hat die bedeutung von theil, getheil (s. o.). 11) im sinaular mit collectivbedeutung: wenn sich das enpfindet, wil denne das geteilit das guot haben umb als vil geltes, als es einen frömden verkouft ist, ân alle geverd, so soll das geteilit das selb guot umb als vil geltes haben an alle widderred. weisthum von Höngg 1338 Grimm weisthümer 1, 9. 22) von dem collectiv wird ein plural gebildet: wer och sin erbe verkouffen wil, der sol es dien nechsten geteilliden des ersten veil bietten, dar nach dien nechsten erben, dar nach dem gotzhus, und dar nach in die witreiti. hofrecht von Lufingen Grimm weisthümer 1, 304; das jeman ligende güter hat in demselben fryenampt und er die verkouffen wil, der sol sy des ersten veilbieten seinen geteiletten. (Aargau 12.—14. jahrh.) weisthümer 4, 392. 33) das wort wird im singular gebraucht und zeigt männliches geschlecht, Lexer nachtrag 203: wirt einem ein guot veil, der sol das sinem nechsten fründ erbieten, wölt derselb aber nüt kouffen, so sol er es dem nechsten geteilid veil bietten, vnd wölt der ouch nit kouffen, so sol er das dann bietten den hoflüten in die wittreiti. hofrodel zu Altorf 47 weisthümer 1, 15 u. a.; er sol das des ersten dem nechsten geteilit veilbieten und ob der nechst geteilit nit kouffen welte, so sol er das den genossen veilbietten. öffnung von Wetterschwil etc. weisthümer 1, 42. 44) der pluralgebrauch, noch mehr aber der eben besprochene singular lassen neben der ableitung vom collectiv noch eine andere erklärung zu. das ausgetheilte gut heiszt ebenfalls das geteilit, eine form, die auf substantivierung des participiums beruht (vgl. unter getheilt 1 und 2). auch hierfür stammen die belege aus dem südwesten: da aber die selben guot von erbschaft oder sust in ander weg villiht zertailt sint oder noch möchtent zertailt werden, also das sinem gotzhus von der getailit ainem oder me sins gotzhus zins im nit gentzlich werden möht .. da ward erkent mit ainhelliger vrtail, wer im oder sinen nachkomenden ain getailit sölicher guoten vff gitt, der soll in damit vff die ander getailit wisen, die zuo dem gehörent, oder ob der getailit aines oder me sust ledig were oder wust oder wüst leg; vnd die ander, die söliche getailit hönt, sond dieselben vff geben oder wüster güter zu irem tailit nemen vnd ains mit dem andern über houbt zinsen. rechtsspruch wegen der Neuenzeller zinsen, da bei fortschreitender gütertheilung einzelne kleinbauern sich nicht halten konnten, ihren theil brach liegen und den zins somit ausfallen lieszen 1420 zsch. gesch. Oberrh. 9, 375. das getailit, das in diesem beispiel das theilstück an grund und boden bezeichnet, liesze sich auch aus einer weiteren übertragung der oben behandelten collectivbildung von der person auf die örtlichkeit erklären. richtiger dagegen scheint es, den umgekehrten weg einzuschlagen und die form als substantivierung des particips prät. zu erklären (vgl. getheilt 1, d). es lag dem volksbewusztsein nahe, die privatrechtlichen beziehungen, die das grundstück mit den benachbarten verknüpft, persönlich aufzufassen, um so näher, als sie aus der person des besitzers her flieszen. diese rechtlichen beziehungen machten sich überdies, wie die vielen behandelten beispiele zeigen, bei der ausnutzung von grund und boden immer wieder geltend, sie führen den nutznieszer selbst in eine bestimmte gemeinschaft ein und geben das band ab für die gruppe, die das collectivum umfaszt. es lassen sich also die beiden ausgangspunkte auseinander halten, die collectivform geteilede und das substantivierte particip geteilit, in ihrer weiterentwicklung berühren sich beide formell und inhaltlich und flieszen in einander über.
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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    getheileden.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    getheilede , geteilide, geteilit, geteilede , n. , collectivbildung zum vorigen, vgl. Bech Germania 10, 398 . Lexer 1, 9…

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Cotta, M. (2026). „getheilede". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/getheilede/dwb?formid=G12514
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Cotta, Marcel. „getheilede". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/getheilede/dwb?formid=G12514. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „getheilede". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/getheilede/dwb?formid=G12514.
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