Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
gespilde n.
gespilde , n. in Thüringen und Westfalen das vorkaufs- oder näherrecht, welches den eigenthümern von ursprünglich zusammengehörigen, später aber getrennten grundstücken beim verkauf eines derselben zusteht Holtzendorff rechtslex. 1, 501 . Frisch 2, 289 b . Woeste 78 a , vgl. die Königseer statuten von 1723 art. 35 bei Walch beitr. 5, 209 und gespält gut, pars praedii divisi Frisch 2, 289 a . gespilde gehört nicht zu ahd. spildan, effundere, expendere, spild, prodigus, sondern zu spalten ( prät. ahd. spialt, nhd. spielt, md. spîld), wie mhd. spelte, abgespaltenes holzstück, goth. spilda schreib…