lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

gesellschaftlich

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
7 in 7 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
7
Verweise raus
7

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

gesellschaftlich

gesellschaftlich

Geselle m. ‘Facharbeiter, Handwerksbursche, Kamerad’, ahd. gisello ‘Wohn-, Hausgenosse, Freund’ (9. Jh.), mhd. geselle, auch ‘Geliebte(r), Standesgenosse, Handwerksgeselle, junger Mann’, mnd. geselle, mnl. gheselle, nl. gezel ist eine Präfixableitung (westgerm. *ga-salja-) zu dem unter Saal (s. d.) behandelten Substantiv. Es bezeichnet eigentlich den, ‘der den Saal (die Unterkunft) mit (einem) anderen teilt’ (zur Bildung s. 3Bauer und Gefährte). Geselle wird als Bezeichnung für den gelernten, abhängigen Handwerker (seit dem Mhd.) heute durch Facharbeiter (s. Fach) ersetzt; vgl. E. Adelberg in: Zur Ausbildung d. Norm d. dt. Literaturspr. 2 (1976) 165. – gesellen Vb. reflexiv ‘sich zusammenfinden’, mhd. gesellen ‘zum Gesellen machen, geben’, (reflexiv) ‘sich freundschaftlich verbinden’. gesellig Adj. ‘Gesellschaft, zwanglose Gemeinschaft liebend’, mhd. gesellec ‘zugesellt, verbunden’; Geselligkeit f. ‘freundschaftliches Zusammensein, unterhaltsame Veranstaltung’, mhd. gesellecheit ‘freundschaftliches Verhältnis, Beisammensein’. Gesellschaft f. ‘Gruppe von Menschen, zweckgebundene Vereinigung von mehreren Personen, geselliger Kreis’, ahd. gisellascaft, giselliscaft (9. Jh.), mhd. geselleschaft ‘fürstliches Gefolge, Vereinigung mehrerer, Genossenschaft, freundschaftliches Beisammen- oder Verbundensein, Liebe’. Seit dem 15. Jh. auch die in Gruppen gegliederte menschliche Gemeinschaft, z. B. bürgerliche Gesellschaft ‘Gemeinschaft der Bürger’ (15. Jh.); die (gute) Gesellschaft ‘durch Stand, (adlige) Geburt oder Bildung verbundene Bevölkerungsschichten’ (18. Jh.); zeitweilig nahezu synonym mit Staat, im 18. Jh. von frz. société beeinflußt (Rousseau). Für die deutsche bürgerliche politische Ökonomie des 19. Jhs. ist Gesellschaft bereits die in Klassen gespaltene, in (naturgegebenen) Produktionsverhältnissen lebende Gesamtheit der Menschen. gesellschaftlich Adj. ‘gemeinschaftlich, die Gesellschaft betreffend’ (18. Jh.). Gesellschafter m. ‘Mitglied einer Gesellschaft, Vereinigung’, auch ‘Begleiter, Unterhalter’ (16. Jh.). Gesellschaftsordnung f. ‘Struktur und Gliederung der in gleichartigen ökonomischen, sozialen und politischen Verhältnissen lebenden Menschen auf einer bestimmten historischen Entwicklungsstufe’ (19. Jh.).
2251 Zeichen · 64 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gesêllschaftlich

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Gesêllschaftlich , -er, -ste, adj. et adv. 1) Der Gesellschaft gemäß, in derselben gegründet. Gesellschaftlich leben, in…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    gesellschaftlich

    Goethe-Wörterbuch

    gesellschaftlich a gemeinsam, gemeinschaftlich, in einer Gruppe, in Gesellschaft, im Verbund mit anderen Seit anderthalb…

  3. modern
    Dialekt
    gesellschaftlich

    Mecklenburgisches Wb.

    gesellschaftlich gesellig: dat Eichhörnchen is gesellschaftlich liebt die Gesellschaft der Menschen Ro AHeide ; Schulden…

  4. Spezial
    gesellschaftlich

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ge|sell|schaft|lich adj. sozial (-ai, -a), dla sozieté.

Verweisungsnetz

16 Knoten, 10 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 1 Kompositum 9 Sackgasse 6

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gesellschaftlich

2 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von gesellschaftlich 3 Analysen

ge- + sellschaft + -lich

gesellschaftlich leitet sich vom Lemma sellschaft ab mit Präfix ge-, mit Suffix -lich.

Alternativen: gesellschaft+-lich ge-+sell+-schaft+-lich

gesellschaftlich‑ als Erstglied (1 von 1)

Ableitungen von gesellschaftlich (1 von 1)

ungesellschaftlich

DWB

ungesellschaftlich , adj. adv. , gth. v. gesellschaftlich, in der 2. hälfte des 18. jhs. gebildet. dän. uselskabelig; schwed. osällskaplig. …