Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
geschicke stN.
2 ‘Begeben heit’
3 ‘Fügung, Zufall’
4 ‘Anordnung’
1 ‘Beschaffenheit, Gestalt, Benehmen’ dô er nû diu kleider an / het geleget, der iunge stolze âne gran / was noch und het doch ein menlîch geschicke Loheng 873. 6237. 6937; swartz har und do bie dicke, / daz hat sulich geschicke, / wa hin sin gemute sich lenket, / dan ab ez kaume entwenket Physiogn 120. 156. 214; [der reiche Bürger merkt,] daz sô liutsælic, sô wünnesam / noch sô wol getân geschicke / sîner ougen blicke / an menschen nie vernæmen UvEtzWh 5351; UvEtzAlex 23931. 17295; JTit 768,1. 1642,4 2 ‘Begeben heit’ das geschick daucht sy wunderlich HvNstAp 20120 3 ‘Fügung, Zufall’ alleine von erst liechte / der mensch von sinnen sichte / valle in der sunden stricke / unwizens oder von geschicke Hiob 4216 4 ‘Anordnung’ [Wir tun] den pürgern zu Eger [...] dieße sünderliche gnade, [...] das sie [...] auf dheinerlei handelung ader geschickes wegen zu dheine lanthgerichte geheischet, genött noch geladen süllen werden DRW 4,441 (EgerPriv.; a. 1305 kopial)
MWB 2 541,11; Bearbeiter: Richter