Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
gerieben
gerieben
gerieben Part.adj. ‘schlau, durchtrieben, durch Erfahrungen gewitzt’. Das Part. Prät. des Verbs reiben (s. d.) ist in dieser adjektivischen Verwendung seit Ende des 15. Jhs. bezeugt, jedoch erst im 19. Jh. geläufig. Daneben steht gleichbed. frühnhd. abgerieben, das in obd. Mundarten weiterlebt. Die von der Grundvorstellung ‘durch mechanische Bearbeitung verfeinert’ ausgehende Bedeutungsentwicklung verläuft ähnlich wie bei abgefeimt, durchtrieben, raffiniert, verschmitzt.