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gelblich

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
8 in 8 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

gelblich

gelblich

gelb Adj. Das germ. Farbadjektiv ahd. (8. Jh.), asächs. gelo, mhd. gel, mnd. gēl, mnl. ghēle, nl. geel, aengl. geolu, geolo, engl. yellow (germ. *gelwa-), ablautend anord. gulr, norw. schwed. dän. gul (germ. *gulwa-) führt mit aind. háriḥ ‘fahl, gelblich, grünlich’, awest. zaray- ‘gelb(lich), goldfarben’, griech. chlōrós (χλωρός) ‘blaßgrün, grüngelb’, lat. helvus ‘honiggelb’, air. gel ‘leuchtend weiß’, lit. žel̃vas ‘grünlich, gelblich’, aslaw. zelenъ, russ. zelënyj (зелёный) ‘grün’ zu der vielfach erweiterten Wurzel ie. *g̑hel(ə)- ‘glänzen, schimmern’, in Farbbezeichnungen besonders ‘gelb, grün’, neben der Varianten wie *ghel(ə)- oder *g‐ͧhel(ə)- angesetzt werden. Gleichen Ursprungs sind 1Galle, Gold, Glanz, Glas, gleißen, glimmen, glotzen, glühen, glatt (s. d.). Das auslautende -b im Nhd. (zuerst 15. Jh. in obd. Mundarten) stammt aus den flektierten Formen (Genitiv ahd. gel(a)wes, mhd. gelwes) des wa-Stammes (germ. *gelwa-). Die alte, im Mhd. entstandene endungslose Form gel hat sich in gehl, gel Adj. in verschiedenen Mundarten erhalten (s. auch fahl, falb). – gilben Vb. ‘gelb werden’ (Anfang 16. Jh.), mhd. gilwen (transitiv) ‘gelb machen’, sich gilwen ‘gelb werden’, daneben mhd. gelwen ‘gelb werden’; vergilben Vb. ‘sich gelb färben, vor Alter fahl, farblos werden’ (besonders von Papier, Laub, Geweben), ‘gelb, fahl, farblos machen’, mhd. vergelwen ‘gelb werden’ und vergilwen ‘gelb machen oder werden’. gelblich Adj. ‘leicht gelb, ins Gelbe spielend’ (17. Jh.), älter gelblicht (16. Jh.), mhd. gelblo(h)t, gelwelot, dazu die Nebenformen gilblich (18. Jh.) und gilblicht (15. Jh.). Gelbschnabel m. ‘unreifer, unerfahrener Mensch’ (16. Jh.), heute üblicher Grünschnabel (s. d.), eigentlich ‘junger Vogel, der noch gelb um den Schnabel ist’, wie gleichbed. frz. béjaune, bec-jaune und nl. geelbek. Gelbsucht f. (Infektions)krankheit mit gelblicher Färbung der Haut durch Übertreten von Gallenfarbstoff ins Blut, ahd. gelosuht, gelewasuht (10. Jh.), mhd. gelsuht (s. Sucht). gelbsüchtig Adj. ‘an Gelbsucht erkrankt’, ahd. gelosuhtīg (11. Jh.), mhd. gelsühtec.
2078 Zeichen · 84 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gêlblich

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Gêlblich , -er, -ste, adj. et adv. ein wenig gelb, dem Gelben ähnlich; im gemeinen Leben gilblich, Nieders. gellich, ges…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    gelblich

    Goethe-Wörterbuch

    gelblich , gilblich auch -cht; ‘gilblich’ nur sporadisch u meist in nicht zur Veröffentlichung bestimmten Texten; beide …

  3. modern
    Dialekt
    gelblich

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    gelb-lich gEliχ Hunsr; -ləliχ Trier-Stdt Adj.: wie nhd.

  4. Spezial
    gelblich

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    gelb|lich adj. ghelejin (-s, -a), che tira söl ghel.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gelblich

5 Bildungen · 5 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von gelblich 2 Analysen

ge- + lb + -lich

gelblich leitet sich vom Lemma lb ab mit Präfix ge-, mit Suffix -lich.

Alternativen: gelb+-lich

gelblich‑ als Erstglied (5 von 5)

Gelblichbraun

Campe

gelblich·braun

Gelblichbraun , adj . u. adv . braun und ins Gelbliche fallend. So auch gelblichgrün, gelblichroth , grün, roth und ins Gelbliche fallend.

gelblichgrau

GWB

gelblich·grau

gelblich- , gilblichgrau auch -cht- u Getrenntschr Cumulus .. Die Farbe anfangs unten gilblich grau, oben schneeweiß N13,498,1 MeteorolTgb 1…

gelblichrot

GWB

gelblich·rot

gelblichrot -th u Getrenntschr daß die dem Tageslicht entgegengesetzte Kerze dem Papier gleichfalls einen gelblich rothen Schein mittheilt, …