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gelaufe

nhd. bis spez. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gelaufe n.

Bd. 5, Sp. 2874
gelaufe, geläufe, n. subst. verb. zu laufen, mhd. geloufe, gelöufe, mnd. gelôp, nl. geloop. s. auch geläufte. ein fragliches geleuf vom Hundsrück s. u. geläube 3. 11) ohne umlaut: gelauf, cours, concours. Rädlein 344b, Adelung; das gehen, das fragen, das gelauf von so vielerlei menschen, das wird meine treppe ruinieren, meine zimmer. Iffland 9, 4, 25. 22) mit umlaut. 2@aa) gelöuf, wenn vil hin und wider oder durch einanderen laufend, discursus Maaler 166a: und was groszes geleufe dar und hingent die alten wib vil wasses (wachs) dar. Closener 138, 1, zum grab einer ermordeten, die angeblich zeichen that; da ward das zulaufen und das geschrai zu Nürmberg in sant Jacobskirchen (zu einem angeblichen wunder) ... und da ward das geleuf ie lenger ie gröszer. Nürnb. chron. 5, 550, 12; bald fiel mir ein, es möchten vielleicht höllische geister sein, welche in dieser angenommenen weise dem ganzen menschlichen geschlecht durch solch leichtfertig geläuf und affenspiel spotteten. Simpl. 1, 110 Kurz (1, 24), Simplex als er zum erstenmal tanzen sieht. noch bei Frisch 1, 584c nur geläufe, wie bei Steinbach 1, 995 z. b. es ist kein gröszeres geläufe als nach gelde, und noch jetzt südd. 2@bb) auflauf, aufruhr: also ward ain gelewff zu Wirzburk, daʒ der pischof auf daʒ haws di purk kam (flüchtend). do fingen si in der stat alle des pischof diner und amptlewt u. s. w. Nürnb. chron. 1, 56, 29. auch aufgeleuf tumultus Dief. 601c (16. jh.), wie noch auflauf. 2@cc) treiben überhaupt, besonders wildes treiben durcheinander: welchen wolt es dann wunder nemmen, das mancher in (bei) solchem geläuff dem keyser Octavian gleich sicht und der edelleut kinder den müllern und des müllers den edelleuten ehnlich sein. Fischart Garg. 29a (Sch. 40). auch von den zeitläuften z. b. mnd. van den itzigen unvorhapeden geschwinden gelopen des landes Sch. u. L. 2, 46a.
1885 Zeichen · 51 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gelaufe

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Gelaufe , des — s , o. Mz. s. Ge — 2. 2).

  2. modern
    Dialekt
    Gelaufe

    Pfälzisches Wb.

    Ge-laufe s. Gelaufs .

  3. Spezial
    Gelau fe

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ge|lau| fe n. (-s) saltamënt (-nc) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gelaufe

2 Bildungen · 1 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von gelaufe 2 Analysen

ge- + laufen

gelaufe leitet sich vom Lemma laufen ab mit Präfix ge-, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Alternativen: gelaufen+-e

Zerlegung von gelaufe 2 Komponenten

gela+ufe

gelaufe setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gelaufe‑ als Erstglied (1 von 1)

gelaufen

FWB

1. ›gehen, laufen, sich fortbewegen‹; 2. ›sich auf eine bestimmte Höhe belaufen, einen bestimmten Wert erreichen‹

gelaufe als Zweitglied (1 von 1)

Schwedengelaufe

Wander

schweden·gelaufe

Schwedengelaufe A Schwedengeläuf. ( Warschau. ) D.i. eine wilde Flucht wie vor den Schweden. Bezieht sich auf den Einfall der Schweden in Po…