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gebünde

mhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
7 in 6 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
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15
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21

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gebünde f.

Bd. 4, Sp. 1899
gebünde, f. alte nebenform zu gebinde f. (s. d.), von gewissen flurstücken. 11) es ist hessisch, thüringisch; im jahre 1404 verkauft z. b. ein Greuszener bürger dem stift Jecheburg zwene ackere uf der gebünde. Würdtwein diplom. Magunt. 1, 217 (aber ebenda vünf ackere uf der gebinde). es ist noch jetzt an der Werra und in Thüringen gebräuchlich, s. Landau das salgut s. 44; geschrieben gebunde, im 14. jahrh. z. b. in Erfurter pflege: in dem erstin veilde in der gebunde kein Herbisdorf dritehalp ackir. Landau im correspondenzbl. des gesch. gesamtvereins 1864 s. 11a (ebenda gebint); ein acker zu Wibels gebunde. Scherz 486. vgl. am ende goth. gabundi. 22) aber auch mit schwacher bildung, im pl.: quatuor gebunden et novem agri. weisth. 3, 619, die gebunden domini prepositi, vorher lat. seminare gebundas s. 618, aus dem nördl. Thüringen 13. jh.; das ist wie bei bunde, s. aus rhein. urk. des 13. jahrh. termini terrae arabilis dicti bunden, auch an der bunden u. ä. Kehrein samml. 40b, d. h. überleitend zu beunde (s. d.), vgl. auch die samml. bei Landau salgut 46 fg. uf der bünden, bundin u. a. 33) daneben aber merkwürdig gebun, aber wol als n., in einer Zeitzer urk. von 1196: aliud gebun, de eo quod dicitur gebun u. a., s. mitth. der geschichtsf. ges. des Osterl. 5, 172 ff., Landau salgut 45 fg.; im 13. jh. kommt buna für das gewöhnliche bunda vor: ad bunam episcopi. Kehrein 40b aus Baurs hess. urk. 2, nr. 87. es musz aber wol gebûn, bûna sein, dieses schon gleich dem späteren beune, bûne für beunde (s. d. 5), wie gebûn anklang findet in heutigem gebein für beunde am Rhein Landau salg. 51; auch das alte gebünde wird vielmehr gebiunde sein, und doch scheint zugleich auch kurzer vocal anzunehmen, wie er in gebinde (s. dort 2) durch bende gesichert ist. aber die manigfaltigkeit der formen läszt noch dunkelheiten übrig, es scheinen da mehrere worte schon in alter zeit in einander gewachsen zu sein. das mhd. gebünde f. stimmt übrigens in der form genau zu goth. gabundi f., welches band, verbindung bedeutet, σύνδεσμος Eph. 4, 3. sind es ursprünglich verbundene feldstücke?
2114 Zeichen · 81 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gebündestn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    gebünde stn. fessel, knoten. sliuʒ ûf mîn eins gebünde Frl. 166,19.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gebündef.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    gebünde , f. alte nebenform zu gebinde f. ( s. d. ), von gewissen flurstücken. 1 1) es ist hessisch, thüringisch; im jah…

  3. modern
    Dialekt
    Gebünde

    Nachträge (Rheinisch)

    Ge-bünde n.: 1. = Gebund 1 Altk-Hellert , Siegld . — 2. oft umgedeutet aus Gebühne (s. bei Bühne). — 3. Sparrenwerk des …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gebuende

5 Bildungen · 5 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von gebuende

ge- + buende

gebuende leitet sich vom Lemma buende ab mit Präfix ge-.

Zerlegung von gebuende 2 Komponenten

gebu+ende

gebuende setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gebuende‑ als Erstglied (5 von 5)

gebündel

FWB

1. ›Zusammengebundenes, Bündel, Pack‹; 2. ›Fischeingeweide‹

gebündelîn

Lexer

gebund·elin

ge-bündelîn , ge-bündel stn. ib. bündel Pf. arzb. 1,4. 2,4 a . 18 b . Myst. 2. 183,38 ;

Gebündels

PfWB

gebund·els

 Ge-bündels n. : ' eine Menge von Bündeln '. Des war e Gepäcks un e Gebindls [ Don-Werb ].

gebündelt

DWB

gebund·elt

gebündelt , in ein bündel gepackt, als bündel geformt; die kunstwissenschaft spricht von gebündelten pfeilern, säulen ( auch bündelsäulen) i…

gebündestahl

DWB

gebuende·stahl

gebündestahl , m. stahl in stangen geschmiedet, die bündelweise verschickt werden, auch bürdestahl. Adelung.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „gebuende". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gebuende/dwb?formid=G03080
MLA
Cotta, Marcel. „gebuende". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gebuende/dwb?formid=G03080. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „gebuende". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gebuende/dwb?formid=G03080.
BibTeX
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