lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Gebrumme

mhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
7 in 7 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
1
Verweise raus
3

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Gebrumme

Gebrumme

brummen Vb. ‘einen tiefen Ton hervorbringen, in einer tiefen Tonlage die Stimme ertönen lassen, summen’. Das schwache Verb ahd. brummen ‘brünstig schreien’ (Hs. 12. Jh.), spätmhd. brummen ‘einen dumpfen Ton von sich geben, summen’, nl. (älter) brummen, danach brommen steht ablautend zu stark flektierendem ahd. breman ‘brüllen’ (9. Jh.), mhd. bremen ‘brummen, brüllen’ und zu ahd. (nicht sicher bezeugtem, aber aus einem Präteritum bram und der folgenden mhd. Form als möglich zu erschließendem) brimman, mhd. brimmen ‘dumpf tönen, brüllen’. Vgl. auch die unter 1Bremse und Brunft (s. d.) behandelten Ableitungen. Vergleichbar sind dem lautnachahmenden Verb lat. fremere ‘brüllen, tosen’, kymr. brefu ‘blöken, brüllen’, poln. brzmieć ‘tönen, summen’ und aind. bhramaráḥ ‘Biene’, so daß von ie. *bhrem- ‘brummen, summen, surren’ (Erweiterung einer Schallwurzel ie. *bher- ‘brummen, summen’?) ausgegangen werden kann, wozu mit unaspiriertem Anlaut griech. brémein (βρέμειν) ‘brausen, rauschen’. Umgangssprachlich-scherzhaftes brummen ‘eine Strafe absitzen’ kommt aus der Studentensprache des 19. Jhs.; hierzu auch aufbrummen Vb., jmdm. eine Strafe aufbrummen ‘auferlegen’ (19. Jh.). – Gebrumm(e) n. (17. Jh.). brummig Adj. ‘mürrisch’ (18. Jh.). brummeln Vb. ‘leise brummen’ (15. Jh.). Brummer m. ‘wer brummt’ (16. Jh.), ‘große Fliege, Schmeißfliege’ (belegt seit 19. Jh., doch wohl älter). Brummbaß m. ‘Kontrabaß’ (18. Jh.), ‘tiefe Männerstimme’ (19. Jh.).
1455 Zeichen · 59 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gebrummeswv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)

    gebrumme swv.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gebrumme

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Das Gebrumme , des -s, plur. car. im gemeinen Leben, ein anhaltendes, wiederhohltes Brummen.

  3. modern
    Dialekt
    Gebrummen.

    Westfälisches Wb.

    Ge-brumme n. „ Gebrumme das Brummen, ingleichen ein nachtheiliges Gerücht, was laut zu werden beginnt“ ( Osn Klön ).

  4. Spezial
    Gebrumme

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ge|brum|me n. (-s) 1 bruntoramënt (-nc) m. 2 slambertamënt (-nc) m., borbotamënt (-nc) m.

Verweisungsnetz

9 Knoten, 3 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Kompositum 2 Sackgasse 7

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gebrumme

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von gebrumme 3 Analysen

ge- + brumme

gebrumme leitet sich vom Lemma brumme ab mit Präfix ge-.

Alternativen: gebrummen+-e ge-+brumm+-e

Zerlegung von gebrumme 2 Komponenten

geb+rumme

gebrumme setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gebrumme‑ als Erstglied (1 von 1)

Gebrummel(s)

PfWB

geb·rummels

Ge-brummel(s) n. : ' halblaute Äußerungen der Unzufriedenheit ', Gebrummel [KL-Hirschhn, verbr.], -brummels [Don-Werb verbr. Gal]; vgl. brum…