Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Gastronomie f.
Gastronomie f.
Gastronomie f. ‘Gaststättenwesen, verfeinerte Kochkunst, Feinschmeckerei’. Im 19. Jh. wird gleichbed., seit 1800 (vereinzelt 1623) bezeugtes frz. gastronomie übernommen, aus griech. gastronomía (γαστρονομία) ‘Magenkunde, Lehre von der Pflege des Bauches’ entlehnt, zu griech. gastḗr, Genitiv gastrós (γαστήρ, γαστρός) ‘Bauch, Magen’ in Verbindung mit -nomia (s. -nomie). Der heutigen Bedeutung näher kommt griech. gastronomía (anstelle des ursprünglichen gastrología, γαστρολογία) im Titel eines Gedichts des Sizilianers Archestratus von Gela (um 330 v. u. Z. verfaßt), das als Almanach für Feinschmecker eine gastronomische Reise um die Welt beschreibt. – Gastronom m. ‘Gastwirt, Kochkünstler’, früher auch ‘Feinschmecker’ (19. Jh.), nach gleichbed. frz. gastronome; gastronomisch Adj. (Mitte 19. Jh.), wohl unter Einfluß von frz. gastronomique. Gastritis f. ‘Magenschleimhautentzündung’, gelehrte medizinische Neubildung (um 1800) zu griech. gastḗr ‘Bauch, Magen’ (s. oben) und der Entzündungsprozesse bezeichnenden fem. Nominalendung -ītis (s. Bronchitis).