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Gallenblase

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Gallenblase

Bd. 7, Sp. 281
Gallenblase (Vesica fellea), Blase zur Aufbewahrung der von der Leber abgesonderten Galle, ist nicht bei allen Wirbeltieren vorhanden (fehlt z. B. dem Pferd wie überhaupt den meisten Huftieren, den Kamelen, Hirschen, Walen, manchen Nagern und Zahnlosen, den Tauben, vielen Papageien, den Kuckucken, dem Strauß und dem amerikanischen Strauß). Eine sehr große G. haben die Raubvögel und die fleischfressenden Schwimm- und Sumpfvögel, also die Vögel, die auf einmal große Mengen nicht zerkleinerter Nahrung aufnehmen. Beim Menschen ist die G. flaschenförmig (s. Tafel »Eingeweide II«, Fig. 3 u. 6), liegt in einer Furche auf der Unterseite der Leber, ist z. T. mit ihr verwachsen, vom Bauchfell überzogen, 8–11 cm lang und faßt 33–37 g Galle. Letztere gelangt am Hals der G. in sie hinein durch den 2 cm langen Gallengang (ductus cysticus. s. choledochus), einen Zweig des Gallenganges (ductus hepaticus) der Leber (s. d.), verläßt sie auf demselben Wege, strömt jedoch alsdann in andrer Richtung im 7 cm langen Gallenausführungsgang (ductus choledochus) weiter und tritt durch diesen in den Zwölffingerdarm ein. Die G. bildet somit nur eine seitliche, zu einem Behälter erweiterte Abzweigung des Leberausführungsganges; an ihrem Hals erhebt sich im Innern die Schleimhaut zu mehreren spiraligen Falten, welche die Galle nur langsam ein- und austreten lassen. Vom Darm her kann keine Flüssigkeit in sie eindringen, weil der Gallenausführungsgang etwa 1,5 cm lang zwischen den Darmhäuten verläuft und eine sehr enge Mündung besitzt. – Nach Verwundungen oder Verschwärungen der G. entsteht bisweilen eine Gallenfistel, d. h. eine Öffnung der G. oder des Gallenganges nach außen. Das beständige Abfließen der G. durch diese Öffnung führt große Entkräftung, selbst den Tod herbei; vgl. Galle.
1795 Zeichen · 29 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gallenblase

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Gallenblase , plur. die -n, ein häutiges Gefäß in Gestalt einer Birn, im untern Theile der Leber, in welchem sich di…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gallenblase

    Goethe-Wörterbuch

    Gallenblase die Leber [ der Schnecke ] gibt unmittelbar ohne Vermittlung einer G. ihre Säfte dem Darmkanal N6,404,9 Meta…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gallenblase

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Gallenblase ( Vesica fellea ), Blase zur Aufbewahrung der von der Leber abgesonderten Galle, ist nicht bei allen Wirbelt…

  4. modern
    Dialekt
    Gallenblase

    Bayerisches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    Gallenblase Band 2, Spalte 2,1042

  5. Spezial
    Gallenblase

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Gal|len|bla|se f. (-,-n) viscia dla fe f. , carní dla fe m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gallenblase

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Zerlegung von gallenblase 2 Komponenten

gallen+blase

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gallenblase‑ als Erstglied (3 von 3)

Gallenblasengrube

Campe

gallenblase·n·grube

Die Gallenblasengrube , Mz. die — n , in der Zergliederungskunst, eine Vertiefung an der untern Fläche des rechten Leberlappens nach vorn zu…