Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
furnache
(9. Jh.):
‚Ofen, fornax‘(Hs. furnax). Das
Wort, das weder mhd. noch nhd. vorkommt,
ist aus lat. furnacem entlehnt (-u- statt -o- ist
seit dem 2. Jh. inschriftlich belegt; s. auch
oben: Hs. furnax; die Länge der Vokale in Ne-
bensilben war im Spätlat. schwankend; vgl.
Grandgent, Vulgar Latin § 173 f.). Wie in eini-
gen roman. Sprachen und Mdaa. wird im Ahd.
das Fem. im Wortausgang verdeutlicht (vgl.
Wartburg, Frz. et. Wb. III, 725: nfrz. four-
naise, piem. fornasa usw.). In einer Hs. des
9. Jh.s kann die Endung -e kaum schon aus -a
oder -i geschwächt sein; da jō-Stämme oft Ge-
räte und Werkzeuge bezeichnen (vgl. Wil-
manns, Dt. Gr. II § 197), ist es durchaus mög-
lich, daß dieses Lehnwort deshalb als jō-St.
dekliniert wurde.