frommkeit,
f. = frommigheit,
auch geschrieben frumkeit, frümkeit, frumbkeit, frömkeit, frombkeit, frümbkeit.
früher probitas, integritas, später pietas: der sibent küng zuo Rom regiert, sein sun mit frümkeit ungeziert. Schwarzenberg 113, 2; die fromkeit muosz sich bi uns liden.
trag Joh. B 8; das jene in fleischlichen dingen lust suchen und diese in iren geistlichen gütern, weisheit, vernunft und frömkeit. Luther 1, 21
b; weder in sünden noch frömkeit. 4, 3
a; mit rechter frömkeit. 4, 12
a; denn ich schepfe meine liebe nicht aus deiner frömkeit. 6, 37
a; denn ob es wol an mir feilet, so stehet er für mich und hat so viel frömkeit, das er min und aller menschen mangel erfüllen kan. 6, 43
a; kurz, es hilft kein heilig leben, frömkeit noch klugheit wider des teufels macht und gewalt, on dis wort allein. 6, 187
a; da ist kein rat, hulfe noch trost und hilft keine frömkeit, werk noch leben mehr. 6, 202
b; und ligt also stets im kampf und ringet mit einander tod und leben, sünd und frömkeit, gut und böse gewissen. 6, 248
a; weil wir dis alles durch unser eigene krefte und frömkeit können ausrichten und erlangen. 6, 339
a; gott gründet sein wort und werk nicht auf unser frömkeit und würdigkeit.
tischr. 1, 48; denn bei in wirt vil der frumbkeit und unschuldigen leben geben (
viel auf fr. und u. l. gegeben). Frank
weltbuch 7
a; die frombkeit lobt jederman und laszt sie doch betlen gehn.
kluge weise reden 10
b; gibt frumkeit für. Alberus
wider Witzel F 7
b; als der ain esel grob bekant und ungehobelter bachant, der aller frümbkait ist unerfarn, wie sein rüheln thuot offenbarn. Nasus
nasenesel 38
a; frömbkeit,
buch d. liebe zweimal auf dem titelblatt und 269, 3; sie haben nicht gewust was die fromkeit sei. Reisner
Jerus. 2, 67
b; welcher mit frombkeit, redlichkeit, fürsichtigkeit, mannheit und all andern tugenden geziert gewest.
Amadis 227; seiner frombkeit und tugend halber. 269; an schönheit, adel, frombkeit und lieblicheit. 309; denn da Coelestinus der fünft, ein gut einfaltig gesell, den päpstlichen stul inhat, und von den cardinälen umm seiner fromkeit willen sehr gehasset wurde.
bienenk. 206
b; von den groszen tugenden und fromkeit der statt Rom. 229
a; nymf gleicher schönheit und frombkeit. Weckherlin 351; an gnad, an gotsforcht, fromkeit gleich. 428; aus gottes gnad und der teutschen fürsten frombkeit zu einem könig erkoren. Zinkgref
apophth. 19, 21 (
auch 35, 4. 73, 16); die bosheit nimbt oft der frombkeit rock. Lehmann 1, 360; kappen machen keine münch, sondern die frombkeit. 1, 462; der ewart kriegt den segen, weil ihm und seinem weib die fromkeit angelegen. Rompler 26; andre zu der frommkeit leiten. 65; die allmosen für den hunger und nicht für die frommkeit austheilen. Pestalozzi 12, 477.