Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
fodern
fodern , poscere für fordern gleich Luthers foddern begegnet häufig und auch bei solchen, die sonst fordern schreiben, namentlich bei dichtern im reim auf lodern, modern, blodern. der ausfall des liquiden r tritt ein wie in mader für marder, köder für kerder und in vielen andern; vgl. lat. pedo, podex für perdo, pordex, prosa für prorsa u. s. w. niemand fällt darauf das r in mord, mörder, nord, oder in dem unmittelbar nah liegenden fort zu tilgen, wofür nur die bairische volksaussprache ein fuscht, fut, fuet ( Schm. 1, 568 ) darbietet. ahd. mhd. noch keine spur von foderôn, weshalb vergleichun…