Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Flirt
Flirt
flirten Vb. ‘eine unverbindliche, spielerische, erotische Zuneigung in Wort und Gebärde zu verstehen geben, ein harmloses Liebesverhältnis anzubahnen versuchen, kokettieren’. Im 19. Jh. wird engl. to flirt ‘liebeln, schäkern, kokettieren’ (18. Jh.) unter Beibehaltung der engl. Aussprache zu flirten eingedeutscht, ältere Verben wie tändeln, liebäugeln, schäkern (s. d.) verdrängend. Engl. to flirt, eigentlich ‘schnell und ruckartig bewegen, flattern, werfen, schnellen, schnipsen’, dürfte als lautmalende, einen schwirrenden Ton nachahmende Bildung anzusehen sein. Dazu das Substantiv Flirt m. (ebenfalls 19. Jh.) für das kokette Liebesspiel im Zustand des Verliebtseins im Sinne von flirten (s. oben), ‘Liebelei’. Dagegen engl. flirt ‘schnelle Bewegung, Ruck, Kokette, wer jmdm. den Hof macht’, flirtation ‘Koketterie, Liebelei’.