lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

fetten

mnd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
12 in 11 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
3
Verweise raus
5

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

fetten

fetten

fett Adj. ‘sehr beleibt, dick, fetthaltig (von Speisen)’. Das ursprünglich nur nd. Adjektiv (gegenüber hd. feist), vgl. mnd. vet, nd. fett, mnl. nl. vet, ist wie die unter feist (s. d.) genannten Formen durch Kontraktion der Partizipialform germ. *faitiða- entstanden. Seit dem 14. Jh. ist fett in md. Texten nachzuweisen, seine Ausbreitung in das hd. Sprachgebiet nimmt durch Luther zu; heute allgemein üblich. – Aus dem Adjektiv gebildet Fett n. ‘organisches (aus Estern des Glyzerins und Fettsäuren bestehendes, tierisches oder pflanzliches) Produkt’, mnd. vet, vette, nl. vet, im Hd. zuerst im 15. Jh. Häufig in Redensarten (ursprünglich wohl abschwächend für ‘Schläge, Prügel’) sein Fett kriegen (18. Jh.), jmdm. sein Fett geben (19. Jh.). fetten Vb. ‘mit Fett versehen’, mhd. vetten, vetzen, mnd. vetten. fettig Adj. ‘fett (von Speisen), mit Fett beschmiert’ (16. Jh.). Fettigkeit f. ‘Fettsein’, spätmhd. veticheit (14. Jh.). Fettnäpfchen n. ‘Behälter für Fett’; ins Fettnäpfchen treten, eigentlich wohl in den Napf mit Stiefelfett, dann übertragen ‘sich ungeschickt verhalten, sich unbeliebt machen’ (19. Jh.).
1117 Zeichen · 47 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    fettensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    fetten , sw. V. Vw.: s. vetten

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Fêtten

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Fêtten , verb. reg. act. fett machen, im gemeinen Leben, besonders Oberdeutschlandes. Den Fraß der Hunde fetten, bey den…

  3. modern
    Dialekt
    fetten

    Mecklenburgisches Wb. · +4 Parallelbelege

    fetten einfetten, schmieren, z. B. de Rœd', de Sag' fetten; Zs. infetten . — Mnd. vetten. — Me. 2, 61.

  4. Spezial
    fetten

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    fet|ten vb.tr. (einfetten, schmieren) unje (unj, unt).

Verweisungsnetz

18 Knoten, 7 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Kompositum 6 Sackgasse 12

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit fetten

15 Bildungen · 8 Erstglied · 5 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von fetten 2 Komponenten

fet+ten

fetten setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

fetten‑ als Erstglied (8 von 8)

Fettende

RhWB

fett·ende

Fett-ende -ę·ŋ. Kemp-UWeiden ; -ę·i.nt Eup n.: Mastdarm des Schweines.

fetten als Zweitglied (5 von 5)

pfetten

KöblerMhd

*pfetten , sw. V. Vw.: s. en- E.: s. fetten W.: nhd. DW-

pfetten

BWB

-pfetten Band 2, Spalte 2,568

anfetten

DWB

anfetten , pingue facere: mit kälbern und ferkeln, deren lebenszweck dahin ausgehe, wol gefüttert und angefettet fortgeschaft zu werden. Göt…

enpfetten

KöblerMhd

enpfetten , sw. V. nhd. entkleiden, die Kleider ablegen, ausschirren, entwaffnen, abzäumen, ausziehen Q.: BrAsb, HTrist (FB enphetten), Diet…

Ableitungen von fetten (2 von 2)

entfetten

DWB

entfetten , obesitatem demere: schulstuben voll licht sollen zum entfetten und abmagern der inwohner helfen. J. P. herbstblum. 3, 141.

verfetten

DWB

verfetten , verb. fett werden: der körper verfettet immer mehr.