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faßlich

nhd. bis GWB · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
4 in 4 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

faßlich

faßlich

fassen Vb. ‘(mit der Hand) ergreifen, in Gewahrsam nehmen, enthalten, eine Fassung, Umrahmung geben, sich innerlich zu eigen machen, begreifen’, reflexiv ‘die Selbstbeherrschung (wieder)erlangen’, ahd. faʒʒōn ‘in ein Gefäß füllen, gießen, beladen, bepacken, mit etw. bekleiden’ (9./10. Jh.), mhd. vaʒʒen ‘ergreifen, zusammenpacken, aufladen, überziehen mit etw., rüsten, kleiden, schmücken’, mnd. mnl. vāten, vatten, nl. vatten, anord. fata ‘lose zusamenfügen’ ist wohl zu einem in ahd. faʒʒa ‘Bündel, Bürde, Gepäck, Last’ (um 800), anord. fata ‘Kanne, Bütte’ belegten Substantiv gebildet und gehört daher etymologisch zu Faß (s. d.); vgl. Wissmann Nomina postverbalia 1 (1932) 12. Ausgangsbedeutung ist ‘(in ein Gefäß) füllen, umhüllen, bekleiden’, die in den heute vielfältigen Verwendungsweisen sowie in den meisten Ableitungen und Komposita noch erkennbar ist. – faßlich Adj. (17. Jh.), faßbar Adj. (19. Jh.) ‘gut verständlich, einprägsam, konkret’; unfaßlich Adj. (16. Jh.), unfaßbar Adj. (17. Jh.) ‘das geistige Fassungsvermögen übersteigend, absurd’; gefaßt Part.adj. ‘innerlich gerüstet, beherrscht, gelassen’ (16. Jh.). Fassung f. ‘Umrahmung, Vorlage, Version, Selbstbeherrschung’, ahd. faʒʒunga ‘Last, Ladung’ (Hs. 12. Jh.), mhd. vaʒʒunge ‘Faß, Bekleidung, Schmuck’; fassungslos Adj. ‘bestürzt, außer sich’ (19. Jh.). abfassen Vb. ‘in Schriftform bringen, konzipieren’ (17. Jh.), ‘abfangen, festnehmen’ (19. Jh.). befassen Vb., mhd. bevaʒʒen ‘besetzen, befestigen’, später (bis zum 17. Jh.) ‘mit den Händen begreifen, umfassen, einschließen, erfassen’, heute meist reflexiv sich mit etw. befassen ‘beschäftigen’ (18. Jh.). erfassen Vb. ‘ergreifen, begreifen, registrieren’ (17. Jh.). einfassen Vb. ‘umgeben, umschließen, einfüllen’, mhd. īnvaʒʒen; Einfassung f. ‘Einrahmung’ (16. Jh.). umfassen Vb. ‘(mit den Armen) umfangen, einschließen’ (15. Jh.); umfassend Adj. ‘weitreichend, universal’ (18. Jh.). Ferner s. verfassen.
1933 Zeichen · 79 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Fáßlich

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Fáßlich , -er, -ste, adj. et adv. was sich leicht fassen, d. i. begreifen, verstehen lässet. Er weiß eine Sache sehr faß…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    faßlich

    Goethe-Wörterbuch

    faßlich auch -ss-; mehrf subst (auch Kleinschr) u substantivierter Superl Rund 200 Belege, selten in der Frühzeit. Überw…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit fasslich

4 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von fasslich

fass + -lich

fasslich leitet sich vom Lemma fass ab mit Suffix -lich.

fasslich‑ als Erstglied (2 von 2)

Fáßlichkeit

Adelung

fasslich·keit

Die Fáßlichkeit , plur. car. die Eigenschaft einer Sache, nach welcher sie sich leicht fassen, d. i. nach ihrer Gründen einsehen, lässet.

Faßlich-Wahre

GWB

fasslich·wahre

Faßlich-Wahre jene Zeiten .. wo wir, mit unserm großen edlen Freund [ Schiller ] verbunden, dem faßlich Wahren nachstrebten B47,303,14 WHumb…

Ableitungen von fasslich (2 von 2)

erfaßlich

GWB

erfaßlich zu erfassen c das dem Sinne der Augen E. N12,7,10 Wolkengest Rüdiger Welter R. W.

unfaßlich

Pfeifer_etym

fassen Vb. ‘(mit der Hand) ergreifen, in Gewahrsam nehmen, enthalten, eine Fassung, Umrahmung geben, sich innerlich zu eigen machen, begreif…