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Fasel I

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Fasel I

Bd. 2, Sp. 309
Fasel I -a- Rhfrk (Kreuzn, Meis, Wend, Saarbr, Ottw); -ā- n. des Soonwaldes in Simm, Goar, Birkf, Zell, Bernk (bei beiden Hunsr-Orte); -ā:-, –ā- OKoch, May, Kobl, Westerw, Siegld [-E:- Koch-Landkern Urschmitt Poltersd, Bernk-Hottenb]; --, -ă-, –ōă- WEif bis Zell, WKoch einschl.; -a- Rip (Rheinb, Bergh, Köln-Ld, Sieg, MülhRh (-ā:-); für Bed. 1 c Monsch, Eup, Aach, Jül; im Nfrk aus MGladb, Heinsb, Geld, Klev, Rees hier u. da bezeugt; Pl. -əln, –ələ m.: 1.a. Nachwuchs, Samen, von Vieh u. Pflanzen; Art der Tiere u. Pflanzen; das zur Zucht bestimmte Tier, die zur Samfrucht bestimmte Art Pflanze (Kartoffeln bes.); en gure F.; dat is en gure F., de hammer schun dreizeh Johr lang Hunsr, Allg.; mer kunn ganz newer (um) de F. ganz um die Rasse; mer sei wer om (im) F. Daun; eich hun noch grod de F. behalen Trier-Mehring, Allg.; hoste noch e F. von de Grompere? Koch, Allg. RA.: Wer den F. (Saatfrucht) frisst, der die Ehr vergisst Mos. Er get vom F. das Letzte fort Daun-Strohn. — b. da das zur Aufzucht bestimmte Vieh nicht fett, kaum mittelmässig angefüttert wird, erscheint es mager; so verengert sich die Bed. von F. zu ‘mageres schmales Vieh’ Bitb, Trier-Ld, Ahrw, uWupp. — Daraus entwickelt sich ein Adj. f. halbfett, mager Wittl, Bitb, Dann, Prüm-Steffeln, Aden, Rheinb, Bergh-OEmbt, uWupp, MGladb-Bettr, Heinsb-Karken Klev; dat Veh as f. gefedert Wittl, Bitb; et wor gerod esu f. mager, kaum angefüttert Daun, Aden. — c. in Monsch, Eup, Aach, Jül, Heinsb-Orsbeck, Geld-Straelen speziell ein mageres Schwein vom ersten Jahr, das noch gemästet werden muss (Ferkel, entwöhnt Eup-Raeren; über 12 Wochen Monsch-Strauch). RA.: Woə der F.ə völl sönd, do es (fällt) et Gespöiles dönn in einer armen, kinderreichen Familie ist die Kost spärlich, das Erbteil klein Aach, Kempld, Rees. — F.ə Spitzn. derer von Aach-Dorf. — 2. Stier (neben Farren, Stier) (aber nicht für andere Zuchttiere gebräuchl.) Meis, Kreuzn, Wend, Saarbr, Ottw. — 3. het F. n. weiblicher Geschlechtsteil von Kuh u. Schwein Rees, Düss-Kaiserswerth. — 4. übertr. a. grosse Anzahl Kinder u. Enkel, Gewimmel von Kindern, Anhang; wat as dat e F.! Bitb-Dudeld, Bergh-OEmbt, Kref-Strümp. — b. gutgenährter, fauler Mensch Prüm-Mürlenb 1860; ungezogenes Mädchen Koch-Poltersd (-E:-); roher Bube uWupp; moralisch u. geistig nicht auf der Höhe stehender Mensch Geld-Straelen. — c. Fäselche die Klicker, die der Verlierer vom Gewinner zum Weiterspielen erhält Westerw (o. O.). — d. Adj. nüchtern (RhKlaaf).
2541 Zeichen · 66 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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    Fasel I -a- Rhfrk ( Kreuzn , Meis , Wend , Saarbr , Ottw ); -ā- n. des Soonwaldes in Simm , Goar , Birkf , Zell , Bernk …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit faseli

4 Bildungen · 3 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von faseli 2 Komponenten

fas+eli

faseli setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

faseli‑ als Erstglied (3 von 3)

Faselimb

Idiotikon

Faselimb Band 1, Spalte 236 Faselimb 1,236

²Fāselimme

WWB

fasel·imme

²Fāsel-imme [verstr. Münsterl Lüb] Bienenschwarm oder -stock, der im Herbst nicht getötet wird.

Ableitungen von faseli (1 von 1)

Fāselīe

WWB

Fāselīe f. [verstr.] dummes, wirres Gerede.