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Fantasie

mhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Fantasie

Fantasie

Phantasie f. ‘Einbildungskraft, Vorstellungsvermögen, Erfindungsgabe, nicht der Wirklichkeit entsprechende Vorstellung’, in der Medizin ‘Fieberträume, Wahnvorstellungen’, mhd. fantasīe ‘Einbildung, Trugbild, Anfechtung’, nhd. Phantasei (überwiegend bis etwa 1800, danach nur selten) und Phantasie, entlehnt aus lat. phantasia, griech. phantasía (φαντασία) ‘Erscheinung, Aussehen, Vorstellung, geistiges Bild, Einbildung’, eine Bildung zu griech. phantázesthai (φαντάζεσθαι) ‘sichtbar werden, erscheinen, sich vorstellen, einbilden’. Die unter frz. Einfluß (afrz. fantasie, frz. fantaisie) stehende Schreibung Fantasie besteht bis ins 19. Jh. neben der mit Ph-, die dann nach klassischem Muster gültig wird. In der Sprache der Musik dagegen meist Fantasie ‘improvisiertes, keinen bestimmten Formgesetzen unterworfenes Instrumentalstück’ (nach ital. fantasia). – phantasieren Vb. ‘sich den wechselnden Vorstellungen der Phantasie hingeben, schwärmen, im Fieber wirr reden, Unsinn reden’, in der Musik ‘frei aus dem Stegreif spielen, improvisieren’, frühnhd. fantasieren (15. Jh.); spätlat. phantasiārī ‘sich vorstellen, sich einbilden’. Phantast m. ‘wirklichkeitsfremder Träumer, Schwärmer’, frühnhd. fantast (15. Jh.); vgl. griech. phantastḗs (φανταστής) ‘wer sich zur Schau stellt oder brüstet, Prahler’. phantastisch Adj. ‘nur in der Phantasie bestehend, schwärmerisch, unwirklich, ungewöhnlich’ (16. Jh.), in der Umgangssprache auch ‘großartig, wunderbar, unglaublich’; vgl. spätlat. phantasticus, griech. phantastikós (φανταστικός) ‘zum Vorstellen befähigt, Vorstellungen bildend’.
1584 Zeichen · 35 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    FANTASÎÊswf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    FANTASÎÊ swf. phantasie. sprich dîner fantasîen zuo Frl. ML. 4,1.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Fantasīe

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Fantasīe , (dreysylbig,) plur. die -n. (viersylbig.) 1) Die Einbildungskraft, ohne Plural. 2) Die Wirkung derselben,…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Fantasie

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Fantasie , Schloß bei Donndorf, 5 km westlich von Bayreuth gelegen, früher dem Herzog Alexander von Württemberg gehörig;…

  4. modern
    Dialekt
    Fantasief.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Fantasie f. : wie schd., umgspr., Fantasie [verbr.]. Der Festwagen für den Umzug wird nooch eigener F. ufgebaut [ LU-Mut…

  5. Spezial
    Fantasie

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Fan|ta|sie f. (-,-n) 1 (Vorstellungsvermögen) fantasia (-ies) f. , imaginaziun (-s) f. 2 (Erfindungsgabe) inventiva (-ve…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit fantasie

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fantasie‑ als Erstglied (1 von 1)

fantasieren

DWB

fantasie·ren

fantasieren , phantasiae vi abripi, delirare, schwärmen: also fantasiren dise auch narrenwerk. Keisersb. narrensch. 101 a ; das hirn, in dem…