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Fallstrick

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Fallstrick

Fallstrick

Strick m. ‘kurzes, gedrehtes Seil, kräftige Schnur’, nur dt. und nl. Ahd. stric ‘(Fang)schlinge’ (8. Jh.), mhd. stric ‘Schlinge, Fessel, Fallstrick, Seil’, mnd. strik ‘derbe Schnur, Fangnetz, Falle’, mnl. stric, strec, stricke, nl. strik, auch ‘Knoten, geknüpfte Schleife’ führen auf (expressives kk aufweisendes) westgerm. *strikka-, das sich mit lat. stringere (strictum) in der Bedeutung ‘straff anziehen, zusammenbinden, schnüren’ (vgl. strictus ‘straff’) zu ie. *streig- ‘steif, straff, zusammendrehen, Strick’ stellt, wohl eine Erweiterung der unter starren (s. d.) angegebenen Wurzel ie. *(s)ter(ə)- ‘starr, steif sein’. Im Sinne von ‘Fangschlinge’ hält sich Strick in der Jägersprache (bei Vogel- und Wildfang) bis ins Nhd., wird aber schließlich von Schlinge abgelöst. Seit mhd. Zeit zunehmend für ‘Seil, kräftige Schnur’, vgl. wenn alle Stricke reißen ‘im äußersten Notfall’ (18. Jh.); dann auch ‘Strang des Henkers’, vgl. den Strick (‘Tod am Galgen’) verdient haben (18. Jh.), jmdm., sich einen Strick drehen ‘auf sein Verderben hinarbeiten’ (16. Jh.). Aus der Übertragung auf eine Person (Strick ‘einer, der den Galgenstrick verdient hat’, 16. Jh.) entwickelt sich ‘Tunichtgut, Schlingel’, meist von Kindern (ebenfalls 16. Jh.). – Fallstrick m. ‘Schlinge, Strick, der zu Fall bringt’ (16. Jh.). stricken Vb. ‘einen Faden zu einem Maschengewebe verknüpfen’ (mit Stricknadeln), ahd. stricken ‘eine Schlinge, einen Knoten knüpfen’ (um 1000), mhd. stricken ‘(Stricke) zusammenfügen, verknüpfen (zu Netzen für Fisch- und Vogelfang), festschnüren, heften, schlingen, binden, stricken’. bestricken Vb. ‘umgarnen, bezaubern, betören’, eigentlich ‘mit Stricken, mit Netzen fangen’, ahd. bistricken ‘zusammenbinden, schnüren’ (8. Jh.), mhd. bestricken ‘(mit einem Strick) fangen, fesseln’, bildlich ‘umgarnen, betören, für sich einnehmen’. Strickzeug n. (18. Jh.).
1866 Zeichen · 54 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Fallstrick

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Fallstrick , des -es, plur. die -e, ein aus Stricken bestehendes Werkzeug, wilde Thiere darein zu fangen, eine Schli…

  2. modern
    Dialekt
    Fallstrick

    Schweizerisches Idiotikon · +1 Parallelbeleg

    Fallstrick Band 11, Spalte 2187 Fallstrick -ä- 11,2187

  3. Sprichwörter
    Fallstrick

    Wander (Sprichwörter)

    Fallstrick Wer ein andern fallstrick legt, sich selbst darin zu fangen pflegt. – Lehmann, 93, 72; Petri, II, 699; Henisc…

  4. Spezial
    Fallstrick

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Fall|strick m. (-[e]s,-e) 1 lac (lac) m. 2 ‹fig› (Falle) tënora (-res) f. , insidia (-ies) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit fallstrick

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Zerlegung von fallstrick 2 Komponenten

falls+trick

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fallstrick‑ als Erstglied (1 von 1)

fallstrickseele

DWB

fallstrick·seele

fallstrickseele , f. der lord zerfaserte diese fallstrickseele nicht, da sie, wie er sagte, zu unbedeutend zur genugthuung, zu schwarz gebei…