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fadenscheinig

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

fadenscheinig

fadenscheinig

Faden m. ‘gesponnene Woll- oder Baumwollfasern’, auch Längenmaßeinheit, ahd. fadam, fadum ‘Garn, Klafter’ (8. Jh.), mhd. vadem (-m bis ins 17. Jh. bezeugt), vaden (seit dem 14. Jh.) ‘Faden, Garn, Schnur, Draht’, asächs. faðmos (Plur.) ‘Maß von 6 Fuß, Klafter, die ausgebreiteten Arme’, mnd. mnl. vādem ‘Maß der ausgebreiteten Arme, zu 6 Fuß gerechnet (auf Garne, Tauwerke, Meerestiefen bezogen), Faden, 6 Fuß hoher und 6 Fuß breiter Haufen Brennholz, Klafter Holz’, aengl. fæþm ‘Umarmung, Klafter, Schutz, Busen, Faden, Elle’, engl. fathom ‘ausgebreitete Arme, Längenmaß von 6 Fuß’, nl. vadem ‘Klafter, Zwirn’, anord. faðmr ‘Umfassung, Umarmung, Busen’, schwed. famn (germ. *faþma-) gehen mit lat. patēre ‘sich erstrecken, offenstehen’ und griech. petannȳ́nai (πεταννύναι) ‘ausbreiten, öffnen’ auf die Wurzel ie. *pet- ‘ausbreiten’ (besonders die Arme) zurück. In den germ. Sprachen bezeichnet das Wort als Maßeinheit die Länge der ausgebreiteten Arme (1 Faden = 6 Fuß oder 1 Klafter), danach das Gemessene, den Faden (Garn, Schnur usw.), seit dem 15. Jh. das Maß für die Meerestiefe; ausgehend von der Vorstellung der schützend ausgebreiteten Arme auch ‘Schutz’ und ‘Umarmung’. roter Faden ‘durch eine Erzählung oder Darstellung hindurchgehende Leitlinie, Leitmotiv’, bildliche Verwendung (Goethe 1809) in Anlehnung an den roten oder überhaupt farbigen Faden, den die britische Flotte (seit 1776) als Eigentumszeichen in das Tauwerk eindrehen läßt. – fädeln Vb. ‘auf einen Faden reihen, einen Faden durch eine enge Öffnung ziehen’, im 18. Jh. wohl zum Deminutivum Fädel gebildet. Oder iterativ zu älterem (bis ins 17. Jh. bezeugtem) fädmen? Vgl. ahd. fadumōn ‘spinnen, einfädeln, nähen’ (Hs. 12. Jh.), mhd. vedemen. einfädeln Vb. (17. Jh.), älter (16. Jh.) einfademen, einfädmen. fadenscheinig Adj. ‘abgenutzt, daß die einzelnen Fäden sichtbar sind, abgewetzt, durchsichtig’ (18. Jh.), älter fadenscheinisch (17. Jh.) und fadenschein (16. Jh.), zu mhd. schīn Adj. ‘sichtbar’ (s. scheinen).
1990 Zeichen · 59 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Fadenscheinig

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Fadenscheinig , adj. et adv. was den Faden durchscheinen lässet, im gemeinen Leben. Das Tuch wird fadenscheinig, wenn es…

  2. modern
    Dialekt
    fadenscheinigAdj.

    Pfälzisches Wb.

    faden-scheinig Adj. : ' abgetragen und infolgedessen durchscheinend ', von Stoffen, fadescheinich [ KU-Bedb ]. Südhess. …

  3. Spezial
    fadenscheinig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    fa|den|schei|nig adj. 1 (abgenutzt, abgebraucht) deslisse (-ssi, -ssia) 2 (abgetragen, abgerieben, abgewetzt) limé jö 3 …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit fadenscheinig

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Ableitung von fadenscheinig

fadenschein + -ig

fadenscheinig leitet sich vom Lemma fadenschein ab mit Suffix -ig.

Zerlegung von fadenscheinig 3 Komponenten

faden+(sch+einig)

fadenscheinig setzt sich aus 3 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — fadenscheinig kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

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APA
Cotta, M. (2026). „fadenscheinig". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 17. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/fadenscheinig/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „fadenscheinig". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/fadenscheinig/pfeifer_etym. Abgerufen 17. May 2026.
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Cotta, Marcel. „fadenscheinig". lautwandel.de. Zugegriffen 17. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/fadenscheinig/pfeifer_etym.
BibTeX
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  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
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