Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Eselei
Eselei
Esel m. zur Gattung der Pferde gehörendes, graues langohriges Haustier, Sinnbild der Torheit und Störrischkeit, ahd. esil (9. Jh.), mhd. esel, asächs. esil, mnd. mnl. ēsel, nl. ezel, aengl. esol, eosol und got. asilus beruhen auf einer sehr frühen Entlehnung (germ. *asiluz) aus lat. asinus ‘Esel’ (kaum aus dem gleichbed. Deminutivum lat. asellus). Dagegen geht aengl. assa, engl. ass über kelt., anord. asni über afrz. Vermittlung auf lat. asinus zurück. Der lat. Name und auch griech. ónos (ὄνος) ‘Esel’ stammen wohl durch thrak.-illyr. Vermittlung aus einer kleinasiat. Sprache im Süden des Schwarzen Meeres. Eselei f. ‘große Dummheit’, mhd. eselīe. Eselsbrücke f. ‘vereinfachende Gedächtnisstütze bei Merkschwierigkeiten’ (16. Jh.), Übersetzung von mlat. pons asinorum, einem Ausdruck der scholastischen Philosophie für eine schematische Zeichnung, die logische Begriffsverhältnisse veranschaulicht. Eselsohr n. ‘Ohr eines Esels’ (um 1500), bildlich ‘umgeknickte Ecke einer Buchseite’ (17. Jh.), aus dem Vergleich mit dem herabhängenden Ohr eines Esels.