Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
erlupfen swV.
2 refl. und intr.
1 tr. ‘jmdn./etw. in die Höhe heben, erheben’ dar wart gestozen [La. erlvpftet ] manic man, / daz her vnsavfte [l. unsanfte ] nider quam Roth 1708. – übertr. auf das Gemüt: des wart er als ein eberswîn / erzürnet [...], / daz von den jagehunden / ze vaste wirt gerüpfet. / sîn herze wart gelüpfet [La. erlupfet ] / ûf grimmeclichen ernest KvWTroj 5044; und wan guͦtú werk [...] me wisent [unterweisen, belehren] und dem menschen [...] reht sin herz erluphent, me denn wort allein, so [...] Seuse 3,7; daz er ir etwaz enbuti, da von ir lidendes herz erlupfet wurdi ebd. 114,11; es enist nút, daz einem menschen also erluphe sinen muͦt und erlichtere sin liden, daz die boͤsen geiste vertribe, daz swarmuͤtkeit verswende, als vroͤlich lop ebd. 313,10 2 refl. und intr. – refl.: ‘anschwellen’ er sluoc sich unde roufte / sô vaste daz diu swarte / ûf houbet und an barte / sich dâ von erlufte Reinfr 24061. – als Part.-Adj. hierher?: verwunden mocht er ünser nicht, / doch gab er üns jomers pflichtt / von schweren schlegen ungezaltt, / daz üns erluppfett und erschaltt [wohl: durch schallende Schläge betäubt (vgl. Gl. zu 16958)] / ward baide hutt unde vel GTroj 14692. – intr., ‘sich erheben’, übertr. auf das Gemüt: die blicke in minne stricke / ir beider herze knupften / alsô daz sî erlupften / von der minne meine Reinfr 2004
MWB 1 2009,16; Bearbeiter: Tao