Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
erlingen stV.
2 ‘jmdm. in bestimmter Weise ergehen’
1 ‘jmdm. (gut, schlecht) gelingen, Glück haben’, mit Dat.d.P. – ohne Subj.: ir müezt vor mir des tôdes sîn. / mir ist sô wol erlungen: / in manegen strîten daz geschach, / und ich ouch hie bewære Virg 745,6. 75,13. 990,10; got lais uns wael erlyngen KarlGalie 7286. Karlmeinet 481,47; Herbst 198; jme was nit wol erlungen JunghHeinr 1396. 202. 266; ich muß stechen zu disem hofe, / es sy mit schanden oder mit lofe. / villicht erlinget mir also, / das wir des beide werden fro ebd. 425; ouel was en erlungen. / mancher verlois dar den lyff Karlmeinet 432,11. 408,14. – mit Subj. (vil, heil oder daz-Satz): im ist sô vil erlungen / ûfe maneger wilden vart, / dâ er hin ist geriten Virg 473,6; of hen bewilen heil erlinch, / des konnet ir [Frau Zweifel] eme berauben schiere MinneR 497 412; were mir so wol erluͦngen, / daz ich bit dusent zvͦngen / kvnde sagen vnde singen, / so enkvnde ich doch niht vollebringen / den lob der megde reine AveGeb 35; und der der úberformunge nu voͤlleklichen volgete und ein in gekert mensche were in sinen innigen grunt in rechter ordenunge, es moͤchte im wol erlingen das im in disem lebende wúrde ein blik der obersten úberformunge Tauler 332,13 2 ‘jmdm. in bestimmter Weise ergehen’ des anderen dages [...] / begroeff Karll syn doden beyde. / des was eme van hertzen leyde, / want en neit messe en wart gesungen. / id was en also erlungen, / sy waren in heydeschem lande, / da man geyne messe en kande KarlGalie 6062
MWB 1 1995,20; Bearbeiter: Tao