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erklecklich

mhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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9 in 8 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

erklecklich

erklecklich

kleckern Vb. ‘tropfenweise fallen, Kleckse, Flecke machen’, übertragen ‘langsam, mühsam vorwärtsgehen, vorankommen’, Iterativbildung (17. Jh.) zu heute nur noch mundartlichem klecken Vb. ‘(von Flüssigkeiten) geräuschvoll fallen, Flecke machen, schmieren’, übertragen ‘gut vonstatten gehen, gut ausgehen, ausreichen’, ahd. (9. Jh.), mhd. klecken ‘platzen, krachen, bersten, (sich) spalten, klecksen, klatschen, schallend schlagen’, übertragen ‘ausreichen, genügen, wirksam sein’. Verwandt sind Klack m. ‘Riß, Spalt, Knall, Krach, Klecks, Fleck’, ahd. (11. Jh.), mhd. klac (Genitiv klackes) ‘Riß, Spalt, Knall, Krach, Klecks, Fleck’. Entsprechend klack Interjektion schallnachahmend für einen knackenden, klatschenden Ton (beim Brechen, beim Reißen, beim Aufprall einer breiigen, tropfenden Masse), auch (zumal in der Doppelung klack klack) für einen kurzen, harten Ton. Expressiv erweitert klacks Interjektion Dazu Klacks m. ‘kleiner Fleck, eine kleine Menge dickflüssiger Substanz (wie Marmelade, Senf), Geringfügigkeit’ (18. Jh., doch wohl älter) sowie klacken Vb. ‘platzen, klatschen, schlagen, Flecke machen’ (17. Jh.), iterativ klackern (18. Jh.), engl. to clack ‘klappern, rasseln’, anord. klaka ‘zwitschern, gackern’, vielleicht auch griech. glázein (γλάζειν) ‘einen Gesang erklingen lassen’. Diese offensichtlich schallnachahmenden Bildungen führen auf ie. *glag-, eine Erweiterung der Schallwurzel ie. *gal- ‘rufen, schreien’, die sich auch in anord. kalla ‘nennen, sagen, rufen’ (woraus wohl engl. to call ‘rufen’), aslaw. glagolъ ‘Wort’, glagolati ‘reden, sprechen’, russ. (älter) gologólit’ (гологолить) ‘schwatzen, plappern’, mir. gall ‘Ruhm’ sowie (über andere Erweiterungen) in Klage, klingen (s. d.) fortsetzt. – erklecklich Adj. ‘ausreichend, beträchtlich, erheblich’ (17. Jh.), zu dem im 19. Jh. untergegangenen Präfixverb erklecken ‘genügen, helfen, nützen’ (16. Jh.), vielleicht schon (zweifelhaft belegtes) mhd. erklecken. Klecks m. ‘(Farb-, Tinten)fleck, Klümpchen’ (18. Jh.), älter Kleck (16. Jh.), aus klecken rückgebildet. klecksen Vb. ‘Kleckse machen, schlecht malen, schreiben, Zähflüssiges worauf fallen lassen’ (18. Jh.), zu Klecks bzw. Iterativbildung zu klecken.
2192 Zeichen · 58 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    erklecklichadj.

    Nachträge (Lexer)

    er-klecklich adj. dasselbe ib. 174,21.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Erklêcklich

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Erklêcklich , -er, -ste, adj. et adv. 1) Zureichend, hinlänglich; auch nur am häufigsten im Oberdeutschen. So sollte die…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    erklecklich

    Goethe-Wörterbuch

    erklecklich auch subst erheblich, gewichtig würden die Wegebau-Gelder .. ohne etwas e-es davon hergestellt zu sehen, zwe…

  4. Spezial
    erklecklich

    Russ.-Dt. Übers. (de-ru)

    erklecklich (kein Bezug zu "клякса") изрядный, немалый, значительный erkleckliche Anzahl - немалое количество, изрядное …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit erklecklich

1 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von erklecklich 3 Analysen

er- + klecklich

erklecklich leitet sich vom Lemma klecklich ab mit Präfix er-.

Alternativen: erklecken+-lich er-+kleck+-lich

Ableitungen von erklecklich (1 von 1)

unerklecklich

DWB

unerklecklich , adj. adv. , gegentheil von erklecklich. Kramer (1700) 1, 792 c . meist in der litotes: der vater gab ihm ein nicht unerkleck…