Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
empfindsamkeit f.
empfindsamkeit , f. so wie die rechte seite vor der linken den vortheil der bewegkraft hat, so hat die linke ihn vor der rechten in ansehung der empfindsamkeit. Kant 3, 119 ; empfindsamkeit ist ein vermögen oder eine stärke, den zustand sowol der lust als der unlust zuzulassen, oder auch vom gemüthe abzuhalten. dagegen ist empfindelei eine schwäche. 10, 255; die empfindungsfähigkeit aus stärke (sensibilitas sthenica) kann man zarte empfindsamkeit, die aus schwäche des subjects dem eindringen der sinneneinflüsse nicht hinreichend widerstehen zu können, zärtliche empfindsamkeit nennen. 10, 159; …